Wien (OTS) – Unter dem Motto „Lebensräume gestalten. Zukunft
sichern.“ rief
Landesjägermeister Christoph Metzker nach seiner Wahl zum
Landesjägermeister den Lebensraumpreis 2025 aus. Nun stehen die drei
Sieger aus insgesamt 29 Einreichungen fest: Den Lebensraumpreis 2025
gewinnt die Jagdgesellschaft Großengersdorf mit dem Projekt
„Lebensraumverbesserung in der Feldflur“ den Lebensraumpreis25.
Zweiter wird die Jagdgesellschaft St. Peter in der Au mit
„Multifunktionale Biotopverbesserung“ und Dritter die
Jagdgesellschaft St. Margarethen an der Sierning mit dem Projekt
„Jäger schaffen Trittsteine – jeder Quadratmeter zählt!“. Der
Bundesminister für Landwirtschaft, Norbert Totschnig,
Landesjägermeister Christoph Metzker und NÖ Jagdverband-
Geschäftsführer Leopold Obermair überreichten im Beisein von
Innenminister Gerhard Karner und LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf
die Preise an die Gewinner. Die drei Projekte haben sich in einer
Jury- und anschließenden Publikumswertung durchgesetzt. Sie können
sich über 2.000 Euro, 1.500 Euro und 1.000 Euro Preisgeld freuen.
Der Lebensraumpreis 2025 soll die Leistungen der Jägerinnen und
Jäger für Wild und Lebensraum aufzeigen und auszeichnen und zeigt,
dass jagdliches Handeln weit über die Wildbejagung hinausgeht.
Teilnahmeberechtigt waren alle, die aus einem jagdlichen Kontext
heraus handeln und einen aktiven Beitrag zum Erhalt und zur
Weiterentwicklung unserer heimischen Lebensräume und Wildtiere
leisten.
„Der Lebensraumpreis macht sichtbar, was im Revier oft im Stillen
geschieht. Die Jägerinnen und Jäger pflegen Lebensräume, schützen
gefährdete Arten, arbeiten mit Land- und Forstwirten, Gemeinden oder
Schulen zusammen und geben Wissen weiter, um mehr Naturverständnis zu
schaffen. Mit der Auszeichnung schaffen wir Wertschätzung und
öffentliche Anerkennung für jene, die mit Tatkraft, Kreativität und
einem tiefen Verständnis für ökologische Zusammenhänge Verantwortung
übernehmen“, so Landesjägermeister Christoph Metzker. „Ich gratuliere
den drei Gewinnern sehr herzlich und bedanke mich für den Einsatz und
das Engagement, dass die Jägerinnen und Jäger über viele Jahre
zeigen. Mich freuen zudem die 29 Einreichungen aus ganz
Niederösterreich, die zeigen, dass die Jägerinnen und Jäger für das
Handwerk Jagd, Lebensräume und das Wild leben. Sie investieren ihre
Freizeit und persönliche Ressourcen für diese wichtigen
ehrenamtlichen Tätigkeiten und kommen so dem gesellschaftlichen
Auftrag nach.“
Die Siegerprojekte im Überblick
#1: Jagdgesellschaft Großengersdorf
Die Jagdgesellschaft Großengersdorf führt seit 2018 ein groß
angelegtes Zukunftsprojekt durch: Bis 2032 soll ein zusammenhängender
Biotopverbund entstehen, der Wildtieren dauerhaft Lebensraum bietet.
In mehreren Etappen wurden hunderte Sträucher, Wildobstbäume und
Blühflächen gesetzt, dazu Bewässerungsmaßnahmen umgesetzt. Besonders
wichtig ist die Kooperation mit der Volksschule, die Kinder
regelmäßig ins Revier führt. Die Jury lobte den hohen persönlichen
Einsatz bei Pflanzungen und Pflege sowie die Langfristperspektive.
#2: Jagdgesellschaft St. Peter in der Au
Die Jagdgesellschaft St. Peter in der Au startete 2011 ein
Projekt mit doppeltem Nutzen: Wildunfälle vermeiden und gleichzeitig
Lebensräume schaffen. Auf 1,3 ha wurden 11.000 Sträucher gepflanzt,
ein Teich angelegt sowie Futterstellen und Rückzugsräume geschaffen.
Heute nutzen 15–20 Rehe den sicheren Einstand, wodurch
Straßenquerungen stark zurückgingen. Auch Rebhühner, Amphibien und
der Wiedehopf profitieren. Die Jury lobte die beispielhafte
Verbindung von Verkehrssicherheit und Artenvielfalt.
#3: Jagdgesellschaft St. Margarethen an der Sierning
Über vier Jahrzehnte hinweg hat die Jagdgesellschaft St.
Margarethen an der Sierning ihre ausgeräumte Agrarlandschaft Stück
für Stück in ein vielfältiges Mosaik verwandelt. Mehr als 15.000
heimische Sträucher und Bäume wurden gepflanzt. Hecken und
Feldgehölze schaffen heute wertvolle „Trittsteine“ der Biodiversität.
Rebhuhn und Feldhase profitieren ebenso wie verschiedenen andere
Wildarten, Vögel und Insekten. Die Jury betonte den
generationenübergreifenden Einsatz und die enge Zusammenarbeit mit
Grundeigentümern und Gemeinde – ein Paradebeispiel für Kontinuität.
Bilder können auf der Website des NÖ Jagdverbands heruntergeladen
werden.




