HV Consumer Check | KI-Shopping & Agentic AI auf dem Vormarsch. Jede:r Zweite will Künstliche Intelligenz zum Sparen nutzen.

Wien (OTS) – Künstliche Intelligenz übernimmt immer mehr Aufgaben im
Alltag der
Österreicher:innen – auch beim Einkaufen. KI-Agenten können
inzwischen selbstständig Produkte suchen, vergleichen, auswählen und
sogar Zahlungen tätigen. Während Konsumenten so alltägliche Aufgaben
und Besorgungen auslagern können, eröffnet sich für Händler ein neuer
Kanal. Laut einer aktuellen Studie von Strategy&, der
Strategieberatung von HV-Partner PwC, könnten schon 2030 bis zu 15 %
des europäischen Onlinehandels durch sogenannte Agentic AI
abgewickelt werden.

Inwieweit diese Entwicklungen auch schon in den Routinen der
heimischen Konsument:innen angekommen sind, beleuchtet der jüngste
Consumer Check des Handelsverbands, durchgeführt von Reppublika
Research. Hier die Kernergebnisse:

– 11 % der Österreicher:innen nutzen KI-Tools bereits häufig beim
Einkauf.

– 50 % wollen künftig beim Shoppen verstärkt auf KI setzen – vor
allem um zu sparen.

– 20 % interessiert sich für automatisierte Produktempfehlungen , 14
% für intelligente Einkaufslisten.

– 23 % verwenden KI-gestützte Suchfunktionen , 15 % KI-Chatbots in
Webshops.

– 4 % setzen beim Shopping bereits auf Agentic AI .

Zwtl.: Rainer Will: Handel steht vor Paradigmenwechsel

„Der österreichsiche Handel steht vor einem Paradigmenwechsel .
Bereits mehr als ein Zehntel der Bevölkerungnutzt häufig KI-Tools
beim Einkauf. Immerhin 22 % nehmen regelmäßig bewusst wahr, dass in
Webshops KI-Technologien eingesetzt werden “, fasst Rainer Will ,
Geschäftsführer des freiwilligen, überparteilichen und unabhängigen
Handelsverbands einige der zentralen Ergebnisse der Untersuchung
zusammen. „ Gleichzeitig zeigt sich enormes Potenzial: Die Hälfte der
Österreicherinnen und Österreicher möchte KI künftig gezielt zum
Sparen einsetzen. Jede:r Fünfte interessiert sich für automatisierte
Produktempfehlungen und 14 % für intelligente Einkaufslisten .“

Zwtl.: KI als Spar- und Vergleichshelfer

KI wird schon heute von immer mehr Kund:innen als Unterstützung
beim Einkauf wahrgenommen und gerne genutzt: 23 % verwenden KI-
gestützte Suchfunktionen , 21 % personalisierte Produktempfehlungen ,
20 % Preis- und Rabatt-Scanner , 15 % KI-Chatbots im Onlineshop. Und
immerhin 4 % haben schon einen automatischen Einkauf von einem KI-
Agenten tätigen lassen.

„ KI hilft schon heute den Menschen, schneller passende Produkte
zu finden, Preise zu vergleichen und bessere Kaufentscheidungen zu
treffen. Damit entwickelt sich die Technologie zunehmend vom netten
Zusatzfeature zum echten Einkaufsassistenten “, resümiert
Handelssprecher Will . „ Laut unserem Consumer Check erwarten bereits
32 % der Befragten, dass KI ihre Kaufentscheidungen beim Online-
Shopping schon in den nächsten zwei Jahren stark beeinflussen wird .“

Zwtl.: Gen Z als KI-Treiber im Handel

Besonders offen gegenüber KI-Anwendungen zeigen sich jüngere
Konsument:innen. Bei Angehörigen der Gen Z (18 – 28 Jahre) nutzt
bereits jede:r Zweite (52 %) zumindest gelegentlich KI-Features beim
Shopping (Gesamtbevölkerung: 27 %). Bei den Baby Boomern und Golden
Agers tun dies nur 13 %. Sie nutzen auch eher einfachere Tools und
zeigen sich bei einigen Fragen eher unsicher.

Auch zwischen den Geschlechtern gibt es erwähnenswerte
Unterschiede: Männer entsprechen eher dem Klischee der höheren
Technik-Affinität, Frauen zeigen sich etwas zurückhaltender und
stellen stärker Sicherheits- und Vertrauensaspekte in den
Vordergrund. So äußern 49 % der Frauen Bedenken bezüglich des
Verlustes an menschlicher Kontrolle, 41 % bezüglich des
Datenschutzes. Bei den Männern tun dies nur 42 bzw. 35 %.

Zwtl.: Ranking der beliebtesten KI-Anwendungen: Rabatt-Optimierung
auf Platz 1

Dem Zeitgeist entsprechend liegt die Aussicht, durch KI-Tools
Schnäppchen zu machen, ganz vorne bei den Kundenwünschen. Hier eine
Übersicht darüber, welche KI-Anwendungen Kunden beim Einkaufen am
ehesten nutzen wollen:

– Preis- & Rabatt-Optimierer: 50 %

– KI-Produktempfehlungen: 20 %

– Automatisierte Einkaufslisten: 14 %

– KI-Chatbots: 9 %

– Automatisierte Nachbestellung regelmäßig gekaufter Produkte: 9 %

– Shopping-Assistenz mittels Augmented oder Virtual Reality : 8 %

– Agentic Shopping : 5 %

Zwtl.: Ohne Vertrauen kein Durchbruch

Zusammenfassend steht einer eher jüngeren Gruppe an digital
affinen Nutzern, die bereits einen klaren Mehrwert erkennt, einer
noch größeren, älteren Mehrheit gegenüber, die sich aktuell noch
überwiegend abwartend zeigt. Kann sich beispielsweise innerhalb der
Gen Z jede:r Vierte (24 %) vorstellen, in Zukunft einen KI-Agenten
Einkäufe erledigen zu lassen, gilt das in der Gesamtbevölkerung nur
für 12 % und bei den Baby Boomern sowie den Golden Agers nur für
jeden Zwanzigsten (5 %).

„ Für den Handel ergibt sich daraus ein klarer Handlungsauftrag:
KI-Anwendungen sollten gezielt dort eingesetzt werden, wo sie echten
Mehrwert bieten – etwa beim Preisvergleich, bei der Produktsuche oder
in der digitalen Beratung “, betont Handelsverbands-Geschäftsführer
Will . „ Entscheidend ist, dass die Systeme transparent, verständlich
und freiwillig nutzbar sind. Erfolgreich werden vor allem jene
Lösungen sein, die nachvollziehbare Empfehlungen liefern und den
Konsument:innen die Kontrolle über ihre Kaufentscheidung lassen. “

Über den Consumer Check

Die zugrunde liegende, repräsentative Umfrage wurde von
Reppublika Research im März 2026 unter 1.014 Personen in Österreich
durchgeführt.