Haushalt

Gut gerüstet durch Hitzetage

Wien (OTS) – Immer häufiger treten Hitzewellen auch in Österreich
auf. Nach
aktuellen Prognosen sind in den nächsten Tagen 35 Grad untertags und
aufeinanderfolgende Tropennächte möglich. Hitze birgt insbesondere
für ältere Menschen, Säuglinge, Schwangere sowie Menschen mit
chronischen Erkrankungen gravierende gesundheitliche Risiken. Bei
akuten Beschwerden ist 1450 die erste Anlaufstelle für eine rasche
Symptomeinschätzung. Aktuell gehen bis zu 2.000 Anrufe pro Tag ein.

„Über die Jahre hinweg bemerken wir einen deutlichen Anstieg bei
Anrufen mit Hitze-Beschwerden. Symptome wie Kopfschmerzen, Schwindel,
Kreislaufprobleme und Übelkeit rücken an Hitzetagen in den
Vordergrund. Bereits in der letzten Hitzewelle Ende Juni haben wir
ein erhöhtes Anrufvolumen verzeichnet, das ist auch jetzt wieder zu
erwarten“ , berichtet David Reif, Leiter der telefonischen
Gesundheitsberatung 1450, die in Wien vom Fonds Soziales Wien
betrieben wird. „Die 1450 steht rund um die Uhr für eine erste
medizinische Einschätzung zur Verfügung, gibt Tipps zum richtigen
Umgang mit Beschwerden und vermittelt bei Bedarf an die passende
Versorgung.“

Körperliche Warnsignale bei Hitze: Expert:innen der
Gesundheitsberatung 1450 raten zur Vorsicht

Die diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegepersonen, die
unter 1450 für telefonische Gesundheitsberatungen zur Verfügung
stehen, appellieren in Perioden extremer Hitze zu Achtsamkeit:
Warnsignale für eine zu hohe Hitzebelastung sollten keinesfalls
ignoriert werden. Darunter fallen etwa Kopfschmerzen, Schwindel,
Krämpfe, Übelkeit und Erbrechen. Im schlimmsten Fall kann es auch zu
Verwirrtheit oder Bewusstseinstrübungen kommen. Ein Hitzeschlag kann
lebensgefährlich sein, insbesondere für vulnerable Personen.

Die wichtigsten Hitzetipps

Neben allgemeinen Hitzeschutzmaßnahmen wie ausreichend Trinken,
dem Vermeiden von körperlicher Anstrengung und direkter
Sonneneinstrahlung sowie dem Kühlhalten von Wohnräumen gilt bei
Säuglingen, älteren Menschen und Menschen mit chronischen
Erkrankungen besondere Aufmerksamkeit.

Säuglinge und Kleinkinder

Säuglinge haben noch keine körpereigene Temperaturregulation und
überhitzen schneller. Daher ist für Eltern besondere Vorsicht
geboten:

– Säuglinge und Kleinkinder nie unbeaufsichtigt im Auto lassen – auch
nicht für kurze Zeit.

– Regelmäßig Flüssigkeit anbieten; bei gestillten Säuglingen häufiger
stillen.

– Direkte Sonne meiden, besonders in der Mittagszeit.

– Leichte, luftige Kleidung und eine Kopfbedeckung verwenden.

– Kinderwagen nicht mit Tüchern oder Decken abdecken, da sich
darunter die Hitze stauen kann.

Ältere Menschen und Menschen mit chronischen Erkrankungen

– Regelmäßig trinken, auch ohne Durstgefühl.

– Auf ein kühles Umfeld achten und körperliche Anstrengung vermeiden.

– Medikamente nicht eigenständig absetzen oder verändern; bei Fragen
ärztlichen Rat einholen.

– Angehörige, Nachbar:innen oder Betreuungspersonen sollten
regelmäßig nach dem Wohlbefinden sehen.

Im Zweifelsfall gilt: Bei Symptomen im Zusammenhang mit Hitze
kann täglich 24/7 Kontakt mit 1450 aufgenommen werden.

1450 SMS-Service: Hitzetipps immer dabei

Bei akuten Beschwerden bzw. körperlichem Unwohlsein in der Hitze
ermöglicht ein Anruf bei der Gesundheitsberatung 1450 Wien eine
rasche, erste Einschätzung der Symptome durch Fachexpert:innen – je
nach Dringlichkeit wird der optimale Versorgungsort empfohlen. Tipps
zum Umgang mit der Hitze und den Hinweis auf die ausgewiesenen Coolen
Zonen der Stadt Wien gibt es bei Bedarf via SMS-Service der 1450 auch
bequem auf das Mobiltelefon. Der Wiener Stadtplan bietet außerdem
einen Überblick über Trinkbrunnen, Sprühnebelduschen, Bodenfontänen
und Wasserspielanlagen.

Über den Fonds Soziales Wien

Der Fonds Soziales Wien sorgt dafür, dass Menschen in Wien die
Unterstützung bekommen, die sie brauchen. Das Angebot umfasst
Leistungen der Pflege und Betreuung, für Menschen mit Behinderung,
der Obdach- und Wohnungslosenhilfe, Schuldenberatung sowie
Grundversorgung für geflüchtete Menschen. 133.500 Kund:innen pro Jahr
unterstützt der FSW gemeinsam mit seinen rund 170
Partnerorganisationen rasch und individuell. Der FSW ist außerdem für
den Betrieb der Gesundheitsberatung 1450 in Wien verantwortlich.