Gewerkschaft GPA-Teiber: „Ein leerer Insolvenzfonds kommt Lohnraub gleich“

Wien (OTS) – „Hauptaufgabe des Insolvenzfonds ist die nachträgliche
Bezahlung
bereits geleisteter Arbeit, wenn insolvente Unternehmen die Gehälter
nicht mehr auszahlen können. Wenn der Insolvenzentgeltfonds
unterdotiert ist und offene Ansprüche deshalb nicht bezahlt werden
können, ist das nichts anderes als Lohnraub“, unterstützt Barbara
Teiber, Vorsitzende der Gewerkschaft GPA, den heutigen weiteren
Vorstoß von Arbeitsministerin Schumann in den Oberösterreichischen
Nachrichten (OÖN). ++++

„Im Insolvenzfonds befindet sich momentan nur etwa halb so viel,
wie erwartungsgemäß nächstes Jahr gebraucht wird. Der logische
Schluss: Der Beitrag muss erhöht werden. Wir fordern daher die
Wiederherstellung des bis 2021 gültigen Beitragssatzes von 0,2
Prozent“, so Teiber.

„Neben einer realistischen Dotierung des Insolvenzfonds ist
dringend eine Verschärfung des Insolvenzrechts geboten was
betrügerische Fälle angeht. Dazu gehört, dass Unternehmen
verpflichtend Lohnkonten, Bankzahlungsnachweise, Zeiterfassung,
Urlaubsstände und Sonderzahlungsabrechnungen an den IEF übermitteln
sollen, So soll die Beweislast von den Beschäftigten auf die
Unternehmen verschoben werden. Gehälter sind schließlich nicht der
Reparaturfonds für Managementversagen“, schließt die
Gewerkschafterin.