München (OTS) – Für viele Unternehmen scheitert die
Scope-3-Dekarbonisierung heute
nicht an fehlenden Berechnungsmöglichkeiten, sondern daran, dass
viele Lieferanten bislang nicht über das notwendige Wissen und die
erforderlichen Ressourcen verfügen, um belastbare Product Carbon
Footprints (PCFs) als Grundlage für die CO2-Bilanzierung zu
erstellen. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Transparenz und
Datenqualität. Gemeinsam mit Gebr. Heinemann zeigt ClimatePartner,
wie sich Lieferanten systematisch in die Erhebung produktbezogener
Emissionsdaten einbinden lassen und Unternehmen dadurch ihre Scope-3-
Bilanz auf eine belastbarere Datengrundlage stellen können.
Gebr. Heinemann gehört zu den weltweit führenden Unternehmen im
Travel Retail. Das Familienunternehmen ist in mehr als 100 Ländern
aktiv, und verfolgt wissenschaftsbasierte Klimaziele im Rahmen der
Science Based Targets initiative (SBTi). Nachdem die Scope-1- und
Scope-2-Emissionen seit 2019 bereits um 65 Prozent reduziert wurden,
richtet sich der Fokus nun auf die Lieferkette. Gemeinsam mit
ClimatePartner unterstützt das Unternehmen seine Lieferanten bei der
Erstellung von Product Carbon Footprints, um den Anteil belastbarer
Primärdaten in der Scope-3-Bilanz kontinuierlich zu erhöhen.
„Der größte Teil der Emissionen entsteht nicht in unseren eigenen
Standorten, sondern entlang der Wertschöpfungskette. Deshalb ist die
Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten ein entscheidender Hebel für
wirksamen Klimaschutz. Wir setzen auf einen partnerschaftlichen
Ansatz, der Wissen aufbaut, Hürden abbaut und die Grundlage für
gemeinsamen Fortschritt schafft“, sagt Lena Baasner, Senior
Sustainability Manager bei Gebr. Heinemann.
Im Mittelpunkt des Programms steht ein praxisorientierter Ansatz
für das Supplier Enablement. Je nach Reifegrad und Bedarf erhalten
Lieferanten Schulungen und Unterstützung bei der Berechnung von
Product Carbon Footprints. Die Kosten für die Schulungen übernimmt
Gebr. Heinemann. Darüber hinaus profitieren Lieferanten von speziell
vereinbarten Konditionen für die Erstellung von Product Carbon
Footprints mit ClimatePartner.
Der Datenaustausch basiert auf dem GS1 FMCG Standard und nutzt
bestehende Infrastrukturen. So können Lieferanten ihre Product Carbon
Footprints mehreren Geschäftspartnern bereitstellen.
Ergänzend dazu hat ClimatePartner mit Network ein neues Feature
im ClimatePartner Hub entwickelt, das den standardisierten Austausch
von Product Carbon Footprints zwischen Lieferanten und
Geschäftspartnern erleichtert. Unternehmen können vorhandene
Emissionsdaten mehreren Kunden zur Verfügung stellen, ohne sie für
jede Geschäftsbeziehung erneut aufbereiten zu müssen. Bei Bedarf
begleiten ClimatePartner-Expert:innen die Lieferanten persönlich bei
der Berechnung der Product Carbon Footprints und unterstützen sie
dabei, die erforderliche Methodik und Datenqualität eigenständig
umzusetzen.
„Viele Unternehmen wissen heute, wo ihre größten Scope-3-
Emissionen entstehen – die eigentliche Herausforderung beginnt
danach. Lieferanten benötigen Zeit, Wissen und praktikable Prozesse,
um belastbare Product Carbon Footprints zu erstellen. Erfolgreiche
Dekarbonisierung entsteht nicht durch immer neue Datenanfragen,
sondern durch echte Zusammenarbeit. Gemeinsam mit Gebr. Heinemann
haben wir ein Programm entwickelt, das Lieferanten gezielt
unterstützt und Unternehmen hilft, den Anteil validierter Primärdaten
in ihrer Scope-3-Bilanz schrittweise zu erhöhen. Das ist Klimaschutz,
der wirklich wirkt“, ergänzt Moritz Lehmkuhl, Managing Director bei
ClimatePartner.
Das Projekt zeigt, wie Unternehmen gemeinsam mit ihren
Lieferanten belastbare Primärdaten für die Scope-3-Bilanzierung
erhalten und damit eine wichtige Grundlage für die Dekarbonisierung
ihrer Lieferketten schaffen können.
Über Gebr. Heinemann SE & Co. KG
Gebr. Heinemann zählt zu den weltweit führenden Unternehmen im
internationalen Travel Retail. Das Familienunternehmen ist
europäischer Marktführer und als einziges familiengeführtes
Unternehmen unter den globalen Top-Akteuren der Branche vertreten.
Zum Unternehmen gehören Duty Free & Travel Value Shops,
Markenboutiquen und Concept Stores an internationalen Flughäfen sowie
Geschäfte an Grenzübergängen und an Bord von Kreuzfahrtschiffen. Das
Unternehmen wurde 1879 gegründet und hat seinen Hauptsitz in der
Hamburger HafenCity. Weltweit beschäftigt das Unternehmen rund 10.500
Mitarbeitende und erzielte im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 4,7
Milliarden Euro.
Weitere Informationen unter www.gebr-heinemann.com
Über ClimatePartner
ClimatePartner unterstützt Unternehmen dabei, ihre CO2-Emissionen
zu berechnen, gezielt zu reduzieren und Klimaschutz in der
Unternehmensstrategie zu verankern. Kern ist der ClimatePartner Hub:
eine Software-Plattform, über die Unternehmen Corporate Carbon
Footprints und Product Carbon Footprints berechnen, Lieferanten
systematisch in die Scope-3-Bilanzierung einbinden und
Reduktionsmaßnahmen verfolgen können. Ergänzt wird die Software durch
individuelle Beratung: ClimatePartner-Expert:innen begleiten
Unternehmen von der Datenerhebung über die Identifikation von
Emissionshotspots bis zur konkreten Reduktionsstrategie.
ClimatePartner wurde 2006 in München gegründet. Rund 350
Mitarbeitende unterstützen über 6.000 Unternehmen in mehr als 60
Ländern.
Weitere Informationen unter www.climatepartner.com