Wien (OTS) – Während Industrie und Haushalte unter der nächsten Gas-
und Ölkrise
leiden, kürzt Oberösterreich die möglichen Ausbaugebiete für
Windenergie weiter. Sichere Energie vom heimischen Boden wird so
weiter gegen die fossile Importabhängigkeit getauscht.
10.04.2026 : Die kürzlich in Begutachtung geschickte Verordnung
für Beschleunigungsgebiete in Oberösterreich reduziert erneut die
Beschleunigungsgebiete für die Windenergie. Bereits bisher blieben
die Beschleunigungsgebiete deutlich unter den bestehenden Zielen von
Bund und Land. Durch die vorgeschlagenen Rahmenbedingungen liegen bis
2030 lediglich 0,3 bis 0,4 TWh Windstrom zusätzlich umsetzbar in
Beschleunigungsgebieten. Das ist weit entfernt von der Zielsetzung
von 1 TWh Windstromerzeugung bis 2030 . „Gerade in der aktuellen
Energiekrise ist es unverständlich, dass nicht alle Hebel in Bewegung
gesetzt werden, um die Abhängigkeit von fossiler Energie zu
verringern und Versorgungssicherheit für Bevölkerung und Wirtschaft
zu schaffen,“ so Florian Maringer , Geschäftsführer der IG Windkraft.
Zwtl.: Begutachtungsentwurf auf fachlich und sachlich stabile Beine
bringen
Der nun vorliegende Begutachtungsentwurf aus dem Ressort von
Energielandesrat Achleitner birgt zweifelhafte Begründungen für die
weitere Reduktion oberösterreichischer Energieerzeugung. Die
Begutachtungsphase sollte nun nicht nur dafür genutzt werden,
Stellungnahmen einzuholen, sondern nochmals intensiv daran zu
arbeiten, Verantwortung für Versorgungs- und Planungssicherheit für
Haushalte und Wirtschaft zu übernehmen. „Oberösterreich hat eine
international wettbewerbsfähige Industrie und hunderttausende
Haushalte, die langfristig sichere und vor allem leistbare Energie
brauchen. Das ist jetzt die Aufgabe, um die es geht und wir gehen
davon aus, dass das allen Beteiligten bewusst ist,“ so Maringer .
Zwtl.: Windkraft stärkt die heimische Versorgungssicherheit –
besonders im Winter
Rund zwei Drittel des jährlichen Windstroms werden im
Winterhalbjahr erzeugt, also genau dann, wenn Wasser und Sonne nur
eingeschränkt liefern und teure Gasimporte notwendig werden. Die
Windkraft trägt damit entscheidend zu Stabilität und
Versorgungssicherheit bei.
Ein modernes Windrad liefert genug Strom für rund 5.200 Haushalte
. Oberösterreich hat große Windenergiepotenziale von bis zu 8 TWh ,
von denen ein kleiner Teil bereits Stabilität und Sicherheit für
heimische Unternehmen und Bürger:innen bringen kann.
„Wer Versorgungssicherheit, Unabhängigkeit und stabile Preise
will, setzt auf heimische Erneuerbare – und insbesondere auf
Windkraft“, fasst Maringer zusammen. „Der Ausbau ist kein Nice-to-
have, sondern eine Notwendigkeit für Österreichs unabhängige
Energiezukunft.“
Zwtl.: Über die IG Windkraft
Die IG Windkraft ist die Interessenvertretung der
österreichischen Windbranche. Heimische Windräder versorgen schon
heute rund 2,75 Millionen Haushalte im Land mit sauberem,
unabhängigem und günstigem Strom. Nach einer aktuellen,
repräsentativen Umfrage befürworten 83 % der Österreicher: innen den
Ausbau der Windenergie. Die IG Windkraft repräsentiert rund 180 in
den Regionen verankerte, meist mittelständische Unternehmen entlang
der gesamten Wertschöpfungskette der Energieform – von der
Herstellung über die Planung und Errichtung bis hin zu Betrieb und
Wartung. Die österreichische Windbranche beschäftigt etwa 8.000
Menschen und hat in den letzten zehn Jahren im Durchschnitt 1,2
Milliarden Euro pro Jahr erwirtschaftet. Durch Milliarden-
Investitionen stärkt sie den heimischen Wirtschaftsstandort.
