FPÖ – Hauser zu Australien-Freihandelsabkommen: “Bauern schützen, lückenlose Herkunftskennzeichnung sofort umsetzen!”

Wien (OTS) – Der freiheitliche EU-Abgeordnete Gerald Hauser hat die
neue
Freihandelsoffensive der EU-Kommission als realitätsfremden Angriff
auf Europas kleinstrukturierte Landwirtschaft kritisiert und erklärt:
„Das System in Brüssel opfert Versorgungssicherheit und regionale
Kreisläufe für globalistische Prestigeprojekte! Die
Kommissionspräsidentin von der Leyen hat das EU-Australien-
Handelsabkommen vor ein paar Tagen (März 2026) während ihres Besuchs
in Australien abgeschlossen, ohne vorher im EU-Parlament eine
Diskussion und Beschlussfassung zu führen!“

„Dieses Australienabkommen wurde im Jahr 2023 im EU-Parlament
erwähnt, damals wurden die Verhandlungen aufgrund der Landwirtschaft
abgebrochen, und jetzt auf einmal wird es durchgeboxt. Unfassbar ist
auch, dass die Kommissionspräsidentin dabei ausgerechnet den
agrarischen Marktzugang feiert, während unsere Bauern seitens der EU
mit Auflagen und Bürokratie drangsaliert werden. Seit 2023 wurde das
EU-Australien-Abkommen nicht mehr im Europäischen Parlament
diskutiert, damit hat es das neue – jetzt anders zusammengesetzte EU-
Parlament – nie auf der Tagesordnung gehabt! Unglaublich, wie
undemokratisch diese Systemparteien agieren!“, so Hauser.

Auch zu bedenken gab Hauser: „Gleichzeitig würde Mercosur weiter
vorangetrieben, die Indien-Verhandlungen abgeschlossen und im
Marokko/Westsahara-Dossier eine importfreundliche Linie fortgesetzt.
Brüssel redet von Qualität und Tierwohl, aber öffnet Tür und Tor für
zusätzlichen Importdruck – das ist blanke Heuchelei!“

Hauser verlangte eine lückenlose Herkunftskennzeichnung auf allen
Lebensmitteln: „Die Konsumenten haben ein Recht zu wissen, wo das
Produkt herkommt – Punkt.“ Dazu brauche es wirksame Spiegelklauseln,
scharfe Kontrollen und strengere Regeln gegen gentechnisch
manipulierte Organismen. „Die sogenannte Bauernpartei ÖVP spielt den
Steigbügelhalter dieser Brüsseler Linie – viel PR und null Schutz für
unsere Bauern. Meine Linie ist klar: Stoppen wir das Abkommen mit
Australien zumindest bis eine parlamentarische Befassung in der EU
erfolgt ist. Das Mercosur-Abkommen muss – wie im EU-Parlament
beschlossen, bis zum EuGH-Urteil – ausgesetzt werden. Und alle
Importe müssen unsere Standards einhalten!“, betonte Hauser.