Wien (OTS) – „Während im Land Pflegeplätze fehlen, das Pflegepersonal
an der
Überlastung leidet, die Angehörigen hohe finanzielle Belastungen
stemmen müssen und viele ältere Menschen um die Pflegegeld-Einstufung
streiten müssen, werden Jahr für Jahr Millionen an Pflegegeld
unkontrolliert ins Ausland exportiert“, kritisierte heute FPÖ-
Frauensprecherin NAbg. Rosa Ecker. Laut der aktuellen Beantwortung
ihrer Anfrage durch SPÖ-Sozialministerin Schumann wurden nämlich
allein 2025 rund 6.632.000 Euro an Pflegegeld an Personen im Ausland
überwiesen. So gingen etwa 3,26 Millionen Euro davon nach Deutschland
oder 753.000 Euro nach Kroatien. „Dazu kommt noch, dass jegliche
transparente Kontrolle von Missbrauchsfällen fehlt. Schumann gibt in
ihrer Anfragebeantwortung nämlich zu, dass eine statistische
Erfassung derartiger Fälle nicht nach Wohnsitz differenziert erfolge.
Es gibt auch keine separaten Verfahren, mit denen der tatsächliche
Pflegebedarf bei Beziehern im Ausland überprüft wird. Das ist doch
grob fahrlässig, denn hier geht es um das hart erarbeitete Steuergeld
der Österreicher!“
Weiters förderte die Anfragebeantwortung zutage, dass 35.492
Pflegegeldbezieher mit Wohnsitz in Österreich zusätzlich eine
ausländische Pension oder Rente beziehen: „Auch hier gibt es keine
Nennung der Gesamtkosten und offenbar auch keine systematischen
Kontrollen“, führte Ecker weiter aus und forderte, dass Steuergeld
vorwiegend für die Absicherung der Pflege in Österreich ausgegeben
werden müsse: „Wir brauchen jeden einzelnen Euro dafür, um im eigenen
Land ein adäquates Pflegesystem sicherzustellen, auf das sich die
eigene Bevölkerung im Bedarfsfall verlassen kann, statt
unkontrollierter Pflegegeldexporte!“
