Wien (OTS) – Die „Aspern Smart City Research“ (ASCR) zieht mit dem
aktuellen
Programm ASCR NeXt Level. 2028“ Halbzeitbilanz. Im Zentrum der
aktuellen Forschungs- und Entwicklungsprojekte stehen wesentliche
Herausforderungen der Energiewende: der Ausstieg aus fossilem Gas im
Gebäudebestand, die Entwicklung von smarten zu autonomen Gebäuden,
das digitale Stromnetz der Zukunft, das alle Akteur*innen einbezieht,
sowie datenbasierte Smart-City-Services. Wien soll unabhängiger von
fossilen Energieträgern werden, um die Energieversorgung
nachhaltiger, resilienter und leistbarer zu gestalten.
„Mit welchen innovativen Lösungen können wir die Stadt auf ihrem
Weg zu einem klimafreundlichen Energiesystem am besten unterstützen?
Das ist eine der großen Fragen, mit denen wir uns in der aktuellen
Phase der Aspern Smart City Research (ASCR) beschäftigen“ , betont
Matthias Gressel, Geschäftsführer der ASCR, zur Halbzeit der dritten
Programmphase. „Wir entwickeln etablierte Innovationen der ASCR
weiter und streben nach ganzheitlichen Lösungen für unsere
Energiezukunft.“
Seit ihrem Start im Jahr 2014 gehört die ASCR zu den größten und
innovativsten Energieforschungsprojekten Europas. Getragen wird sie
von Siemens, den Wiener Netzen, den Wiener Stadtwerken, der
Wirtschaftsagentur Wien und der Wien 3420 aspern Development AG.
Grundlegendes Ziel der ASCR ist es, marktnahe, skalierbare,
praktische und wirtschaftliche Lösungen für die Energiezukunft im
urbanen Raum zu entwickeln und das Energiesystem effizienter und
klimafreundlicher zu machen.
Mobilitätsstadträtin Ulli Sima: „Ein smartes und sicheres
Stromnetz sowie effizient betriebene Gebäude mit intelligenter
Verbrauchssteuerung sind wesentlich für eine komfortable, aber auch
sichere und nachhaltige Energieversorgung unserer Stadt. Mit den
Entwicklungen der ASCR-Projekte leisten wir einen wichtigen Beitrag
für die Klimaziele Wiens und unsere Stadt wird als attraktiver
urbaner Wohnraum und Wirtschaftsstandort weiter gestärkt.
Alle ASCR-Gesellschafter bringen ihre spezifischen Stärken in die
Kooperation ein: Siemens als Technologiepartnerin für Gebäude- und
Energielösungen, die Wiener Netze mit ihrem realen Stromnetz und
Smart-Grid-Know-how, die Wiener Stadtwerke und ihre Unternehmen als
strategische Klammer für die Klimaneutralität Wiens, die
Wirtschaftsagentur Wien als Standortagentur der Stadt, die die
wirtschaftliche Transformation und Wettbewerbsfähigkeit Wiens
vorantreibt, sowie die Wien 3420 als Entwicklerin der Seestadt und
Forschungspartnerin. Gemeinsam werden praxisnahe Lösungen entwickelt,
die sich auf ganz Wien und andere Städte übertragen lassen.
Zwtl.: Mehrwert der Entwicklungsergebnisse
In aspern Seestadt werden im Rahmen von ASCR-Projekten sowohl
neue Technologien unter realen Bedingungen erprobt als auch
zukünftige Energiesysteme im digitalen Abbild simuliert. Die
gewonnenen Forschungsergebnisse sind eine wichtige Grundlage, um die
Stromversorgung auch im Zuge der Energiewende stabil und effizient zu
halten. Diese Versorgungssicherheit steht für die Wiener Netze im
Fokus. Zugleich können durch die flexible Reaktion auf
unterschiedliche Auslastungen im Energiesystem die Kosten möglichst
niedrig gehalten werden. So können die Projekte der ASCR die
Netzsicherheit erhöhen und ein sicheres und leistbares Energiesystem
unterstützen.
Patricia Neumann, CEO Siemens AG Österreich: „Die Forschung in
Aspern hat für die Siemens AG Österreich messbaren Mehrwert – neben
dem Wissen aus der Energieforschung auch in Form konkreter Produkte
und Innovationen. Neue Lösungen für effiziente, flexible und digital
vernetzte Energiesysteme werden vor Ort konzipiert, entwickelt und
getestet und sind bereits am weltweiten Markt für unsere Kunden
verfügbar. Damit leistet die Forschungsarbeit in aspern Seestadt
einen wichtigen Beitrag für das Siemens-Xcelerator-Portfolio rund um
Building X, Electrification X und Gridscale X.“
Im Technologiezentrum Seestadt der Wirtschaftsagentur Wien kommt
ein digitaler Zwilling zum Einsatz, mit dem die Haustechnik den
Energieverbrauch des Gebäudes zu jedem Zeitpunkt optimieren kann.
Zusätzlich bilden die Daten des Technologiezentrums die Blaupause für
Konzepte, die auch auf andere gewerbliche Immobilien und ganze
Quartiere in Wien angewendet werden können und somit die
Infrastruktur des Wirtschaftsstandorts auf dem Weg zur
Klimaneutralität zukunftsfähig machen.
Zwtl.: „ASCR NeXt Level. 2028“: Agiler Ansatz mit klarer Wirkung
„Die Ergebnisse zur Halbzeit zeigen deutlich, dass wir mit
unseren Forschungsschwerpunkten die richtigen Themen adressieren“ so
Harald Loos, Geschäftsführer der ASCR. „Unser zugrunde liegender
Forschungsansatz ist dabei bewusst agil gestaltet: Zahlreiche
kleinere Projekte liefern rasch verwertbare Ergebnisse und bilden
gleichzeitig die Grundlage für weiterführende Entwicklungen. Die
Tätigkeiten der ASCR werden dabei laufend an aktuelle
Herausforderungen angepasst.
Über die ASCR:
Die in der Seestadt in Wien ansässige Aspern Smart City Research
(ASCR) ist eines der größten und innovativsten europäischen
Forschungsprojekte mit dem Fokus auf die städtische Energiezukunft.
Vor dem Hintergrund von Klimawandel, Ressourcenendlichkeit und
Urbanisierung entwickelt und beforscht ASCR zukunftsorientierte
Lösungen in den Domänen Netzinfrastruktur, Gebäude und
Digitalisierung. Die aktuelle Programmphase läuft unter dem Motto
„ASCR NeXt Level. 2028“ von 2024 bis 2028 und verfügt über ein
Gesamtbudget von 36 Millionen Euro.
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