Wien (OTS) – Bei einem gemeinsamen Termin illustrierten Vertreter des
Verbands
alpiner Vereine Österreichs (VAVÖ) den Staatssekretärinnen Mag.
Elisabeth Zehetner (Energie, Startups und Tourismus) und MMag.
Michaela Schmidt (Sport) die zentralen Herausforderungen beim Erhalt
der 272 alpinen Schutzhütten und 50.000 Kilometer Wanderwege. Ihre
Bedeutung für Erholungssuchende, Sport und Tourismus in Österreich
ist unbestritten. Daher stand der erforderliche Investitionsbedarf,
die Erfolge der Kampagne „Notruf aus den Alpen“ und die Notwendigkeit
langfristiger Finanzierungsperspektiven im Mittelpunkt des Gesprächs.
Der Termin unterstrich einmal mehr den Willen aller Teilnehmenden,
die Umsetzung der nationalen Schutzhütteninitiative schrittweise
voranzutreiben.
Zwtl.: Klares Bekenntnis zur alpinen Infrastruktur
Mit seinen rund 940.000 Mitgliedern und 35.000 Ehrenamtlichen
vertritt der VAVÖ als Dachverband die Interessen der österreichischen
Alpinvereine. Der gemeinsame Termin gilt als weiteres erfreuliches
Zeichen dafür, dass die Bedeutung der alpinen Infrastruktur auf
politischer Ebene anerkannt ist. Alle Beteiligten bemühen sich
gemeinsam um zukunftsfähige Beiträge zur Sicherung der Schutzhütten
und Wege, wie das Gespräch eindrücklich zeigte.
Zwtl.: Bedeutung für Tourismus und Gesellschaft
Die alpine Infrastruktur ist Rückgrat des österreichischen
Sommertourismus: Fast die Hälfte der Sommergäste bezeichnet ihren
Aufenthalt als Wander- oder Bergsteigurlaub, und ein Großteil aller
Urlaubsgäste geht während ihres Aufenthalts in Österreich wandern.
Hütten und Wege sind damit nicht nur kulturelles Erbe, sondern auch
wirtschaftliche Grundlage für die Regionen sowie ein wichtiger Faktor
für Volksgesundheit und Breitensport.
Zwtl.: Herausforderungen nehmen weiter zu
Die Herausforderungen sind vielfältig: Viele der Schutzhütten
sind bis zu 150 Jahre alt und dringend sanierungsbedürftig.
Zunehmende Extremwetterereignisse infolge der Klimakrise verursachen
wachsende Schäden an Hütten und Wegen und zunehmenden Wassermangel.
Hinzu kommen unter anderem der dramatische Anstieg der Baukosten
insgesamt sowie behördliche Auflagen. Die 35.000 Ehrenamtlichen und
die alpinen Vereine, die diese Infrastruktur erhalten, haben ihre
Belastungsgrenzen erreicht. Die Bundesregierung verdeutlichte die
Anerkennung der Situation bereits mit ersten Maßnahmen.
Zwtl.: Vom Notruf zum Erfolg
Die 2024 gestartete Kampagne „Notruf aus den Alpen“ mit über
100.000 Unterschriften bewirkte noch im selben Jahr die Schnürung
eines Soforthilfepaketes von 3 Millionen Euro. Das Anliegen wurde in
der Folge auch im neuen Regierungsprogramm verankert und für die
Jahre 2026 und 2027 wurde das Förderbudget auf jeweils 7,72 Millionen
Euro pro Jahr erhöht – jährlich vier Millionen Euro mehr als bisher.
Durch das Soforthilfepaket konnten neun Projekte in fünf
Bundesländern, und dank des erhöhten Förderbudgets 2026 für Ländliche
Entwicklung 13 Projekte in vier Bundesländern realisiert werden.
Zwtl.: Eigenleistungen der Vereine
Trotz aller Eigenanstrengungen – von zweckgebundenen
Beitragsmitteln bis hin zur enormen ehrenamtlichen Arbeitsleistung,
die auch bei geförderten Projekten erbracht wird – können die alpinen
Vereine die Finanzierungslücke nicht allein schließen. Der Termin am
1. Juni gab den besten Anlass, um auch weiterhin an gemeinsamen und
nachhaltigen Lösungen zu arbeiten.
Zwtl.: Was es jetzt braucht: langfristige Perspektive
Der VAVÖ hält gemeinsam mit seinen Mitgliedsvereinen weiterhin an
der Gesamtforderung von 95 Millionen Euro fest. Finanzielle
Planbarkeit ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Umsetzung der
Schutzhütteninitiative, die im Sinne der Zukunft des Standortes
Österreich und der Sicherheit aller am Berg weiterverfolgt werden
muss. Die bisherigen Schritte waren wichtig, es sind aber noch viele
weitere auf diesem Weg notwendig. Daher wird der VAVÖ den Dialog mit
allen politischen Kräften für die nachhaltige Sicherung der
Schutzhütten und Wege fortsetzen.
Zwtl.: Zitate
Mag. Gerald Dunkel-Schwarzenberger, Präsident des Verbands
alpiner Vereine Österreichs: „Dass wir gemeinsam mit der
Bundesregierung Schritt für Schritt vorankommen, bestätigt unseren
Kurs des konstruktiven Miteinanders. Unsere Hütten und Wege sind
kulturelles Erbe, Wirtschaftsfaktor für den Tourismus und
unverzichtbar für Volksgesundheit und Breitensport. Mit den
zusätzlichen Mitteln setzen wir die dringlichsten Maßnahmen um – die
nachhaltige Sicherung bleibt unsere zentrale Aufgabe.“
Dr. Wolfgang Schnabl, Präsident des Österreichischen
Alpenvereins: „Die alpine Infrastruktur ist ein gemeinsames Gut, das
uns alle verbindet. Ihr Erhalt ist eine gesamtgesellschaftliche
Aufgabe, die nicht allein auf den Schultern der Ehrenamtlichen lasten
darf. Die erhöhten Mittel sind ein erfreulicher Schritt, doch für die
Zukunft braucht es eine verlässliche Finanzierung über 2027 hinaus.“
Mag. Günter Abraham, Geschäftsführer der Naturfreunde Österreich:
„Wir danken der Bundesregierung für die erhöhten Mittel, mit denen
erste wichtige Maßnahmen umgesetzt werden können. Gleichzeitig ist
klar: Angesichts der zunehmenden Belastung durch Klimakrise und
steigende Kosten braucht es einen langfristigen finanziellen Rahmen,
um dieses Erbe dauerhaft zu erhalten.“
Mag. Elisabeth Zehetner, Staatssekretärin für Energie, Startups
und Tourismus: „Österreich ist die Wanderdestination Nummer eins im
Alpenraum. Damit das so bleibt, braucht es eine intakte alpine
Infrastruktur. Unsere Wege und Hütten sind das Rückgrat des
heimischen Alpentourismus und zugleich wichtige Naherholungsräume für
die Menschen vor Ort und für kommende Generationen. Mit den deutlich
erhöhten Mitteln für 2026 und 2027 setzt die Bundesregierung ein
klares Signal. Wir kennen die Herausforderungen und werden den
eingeschlagenen Weg des Dialogs fortsetzen. Gemeinsam mit den alpinen
Vereinen arbeiten wir an nachhaltigen Lösungen, damit Österreichs
Bergwelt sicher, zugänglich und erlebbar bleibt.“
MMag. Michaela Schmidt, Staatssekretärin für Sport: „Die alpine
Infrastruktur bietet die größte Outdoor-Sportstätte Österreichs.
50.000 Kilometer Wanderwege und 272 alpine Schutzhütten ermöglichen
hunderttausenden Menschen gesundheitsfördernde Bewegung in der Natur.
Als Sport-Staatssekretärin ist es mir ein Anliegen, die alpinen
Vereine und ihre Infrastruktur bestmöglich zu unterstützen.“
