Wien (OTS) – Die Beibehaltung der Valorisierung des Pflegegelds im
Jahr 2027 ist
ein wichtiges Ergebnis des konsequenten politischen Einsatzes des
Österreichischen Behindertenrats und zugleich ein starkes
sozialpolitisches Signal von Sozialministerin Korinna Schumann.
Gerade angesichts der angespannten Budgetsituation und der
Diskussionen über Einsparungen bei Sozialleistungen ist diese
Entscheidung für insgesamt 506.000 pflegebedürftige Menschen sowie
deren Angehörige von besonderer Bedeutung.
„ Die Valorisierung des Pflegegelds ist unverzichtbar. Das
Pflegegeld ist keine freiwillige Sozialleistung, sondern ein
zentraler Beitrag für ein selbstbestimmtes Leben und
gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen. Wir haben
auf allen politischen Ebenen klargemacht: Die Valorisierung des
Pflegegelds ist für uns ein Muss. “, erklärt Klaus Widl, Präsident
des Österreichischen Behindertenrats, anlässlich des Tags der Pflege
am 12. Mai 2026.
Der Österreichische Behindertenrat hat sich in den vergangenen
Wochen hartnäckig und konsequent für die Beibehaltung der Pflegegeld-
Valorisierung eingesetzt. In Gesprächen mit Sozialministerin Korinna
Schumann sowie mit zahlreichen weiteren politischen Vertreter*innen
wurde deutlich gemacht, weshalb eine Aussetzung der Valorisierung für
Menschen mit Behinderungen und pflegebedürftige Menschen nicht
hinnehmbar wäre.
„ Sozialministerin Korinna Schumann hat sich in dieser Frage als
starke Partnerin für Menschen mit Behinderungen und pflegebedürftige
Menschen erwiesen. Dass die Pflegegeld-Valorisierung erhalten bleibt,
ist ein wichtiges Signal für soziale Sicherheit, Selbstbestimmung und
Teilhabe. “, betont Widl.
Beim Arbeitsgespräch mit Sozialministerin Korinna Schumann am 4.
Mai 2026 präsentierten Vertreter*innen des Österreichischen
Behindertenrats unter anderem das aktualisierte Positionspapier und
betonten die dringende Notwendigkeit einer fortgesetzten
Valorisierung des Pflegegelds. Der konstruktive Austausch mit der
Sozialministerin war dabei ein wichtiger Teil des politischen
Einsatzes für die Absicherung des Pflegegelds.
Im aktuellen Positionspapier hält der Österreichische
Behindertenrat fest, dass das Pflegegeld ein wichtiger Beitrag für
selbstbestimmtes Leben und ökonomische Barrierefreiheit ist.
Gleichzeitig weist der Behindertenrat darauf hin, dass die
Pflegegeldbeträge durch jahrelange Nichtvalorisierung real stark an
Wert verloren haben.
Mit dem Bundespflegegeldgesetz wurde 1993 erstmals ein
bundesweiter Rechtsanspruch auf finanzielle Unterstützung für
pflegebedürftige Menschen geschaffen. Der Österreichische
Behindertenrat erinnert daran, dass die organisierte
Behindertenbewegung maßgeblich zur Einführung des Pflegegelds
beigetragen hat.
„ Menschen mit Behinderungen dürfen nicht die Leidtragenden
budgetpolitischer Kürzungen werden. Dass die Pflegegeld-Valorisierung
erhalten bleibt, zeigt: Unser Einsatz hat Wirkung gezeigt. “, so
Widl.
