Wien (OTS) – Der Internationale Frauentag sollte ein Tag der
Gleichberechtigung
sein, doch die Realität zeigt, dass es noch immer viel zu tun gibt.
Die AUGE/UG fordert seit Jahren konkrete Maßnahmen zur Beseitigung
der Ungleichheiten zwischen Frauen und Männern – insbesondere in der
Arbeitswelt.
Lohnungleichheit endlich beseitigen!
Noch immer verdienen Frauen im Durchschnitt weniger als Männer.
Es braucht endlich sinnvolle Maßnahmen zur Anhebung der Löhne und zur
Schaffung fairer Arbeitsbedingungen. Auch unbezahlte Arbeit, wie
Familien- und Care-Arbeit, muss gesellschaftlich anerkannt und
aufgewertet werden.
Versicherungslücken schließen!
Fehlende Versicherungsmonate, die durch Familien- und
Betreuungsarbeit entstehen, müssen angerechnet werden. Frauen dürfen
nicht weiterhin das Risiko einer finanziellen Benachteiligung im
Alter tragen.
Rückschritte in der Arbeitsmarktpolitik
Im neuen Regierungsprogramm sehen wir keine wesentlichen
Fortschritte für Frauen. Stattdessen erleben wir mehr Druck und
weniger Rechte. Besonders die Abschaffung der Bildungskarenz stellt
einen massiven Rückschritt dar – insbesondere für Frauen, die nach
der Karenz oft mangels Betreuungsangeboten auf diese Möglichkeit
angewiesen waren.
Care-Arbeit bleibt unsichtbar
Trotz schöner Worte bleibt Care-Arbeit im Regierungsprogramm
weitgehend unbeachtet. Eine echte Anerkennung und Integration dieser
essenziellen gesellschaftlichen Leistung in die Bewertung von Arbeit
und Einkommen fehlt völlig.
Die AUGE/UG appelliert an die Regierung, Frauen nicht zu
vergessen und endlich Maßnahmen zu setzen, die tatsächliche
Gleichberechtigung ermöglichen!
