Arbeitsmarkt Ende November: Arbeitslosenquote bei 7,5% – Beschäftigung wächst leicht

Wien (OTS) – Die Arbeitsmarktentwicklung in Österreich zeigt sich vor
dem
Hintergrund der konjunkturellen Rahmenbedingungen weiter verhalten,
der Anstieg der Arbeitslosigkeit betrifft alle Altersgruppen und
Bundesländer. Die Arbeitslosigkeit liegt Ende November weiterhin um
rund +16.000 (+5,2% auf rund 320.350) über dem Wert von 2024. Die
Register-Arbeitslosenquote beträgt 7,5% (+0,3%-Punkte gegenüber
November 2024). Die Beschäftigung wächst gegenüber dem Vorjahr aber
wieder leicht (geschätzt +4.000 Beschäftigungsverhältnisse).

Der Zuwachs an Arbeitslosen und AMS-Schulungsteilnehmenden
gegenüber dem Vorjahr bleibt über die letzten Monate weitgehend
stabil und verbessert sich auch im November nicht signifikant. Die
Zahl der Arbeitslosen und AMS-Schulungsteilnehmenden erreicht im
November 2025 den Gesamtwert von 399.199 (+15.236 oder +4,0%
gegenüber dem Vorjahr).

Die Arbeitslosigkeit von Frauen erhöht sich im November mit +7,4%
, während bei den Männern ein Anstieg von +3,5% zu verzeichnen ist.

Die Jugendarbeitslosigkeit erhöht sich Ende November 2025 wieder
unterdurchschnittlich (+2,0%). Die Zahl der beim AMS gemeldeten
sofort verfügbaren Lehrstellensuchenden steigt jedoch deutlich (+16,6
% oder +1.366), während die Zahl der beim AMS gemeldeten offenen
Lehrstellen (-1.251) gegenüber dem Vorjahr deutlich sinkt.

Die Arbeitslosigkeit von Personen mit ausländischer
Staatsbürgerschaft steigt um +5,3% an, während sich die
Arbeitslosigkeit von Inländer:innen mit +5,2% erhöht.

Da die Zahl der Arbeitssuchenden schon über viele Monate
ansteigend ist, wächst auch die Zahl der Langzeitbeschäftigungslosen
mit Status Arbeitslos und mindestens einem Jahr AMS Vormerkung auf
95.472 (+11.118 oder +13,2%).

Die Bestandszahl der beim AMS gemeldeten sofort verfügbaren
offenen Stellen sinkt Ende November 2025 gegenüber dem Vorjahr um –
13,2% auf 71.933. Der Zugang an offenen Stellen beim
Arbeitsmarktservice stagniert jedoch im November gegenüber dem Wert
des Vorjahres mit -1,9% (-698).

Zwtl.: Arbeitsmarktunterstützung für Frauen wirkt nachhaltig

Der letzte Woche präsentierte AMS-Gleichstellungsmonitor macht
deutlich, dass arbeitsmarktpolitische Maßnahmen für Frauen Wirkung
zeigen. Trotz weiterhin herausfordernder Rahmenbedingungen für viele
Frauengruppen – insbesondere für Ältere – sind klare Fortschritte
sichtbar.

Im November 2025 steigt die Arbeitslosigkeit von Frauen im
Jahresvergleich zwar um +7,4%, doch gleichzeitig entwickelt sich die
Beschäftigung positiv: im Oktober 2025 nahm die Zahl der
beschäftigten Frauen im Vorjahresvergleich um +0,6% zu. Besonders
stark fällt das Wachstum in der Gruppe der über 60-Jährigen aus: +
28,3% bzw. rund +19.200 zusätzliche Beschäftigungsverhältnisse. Damit
wächst die Erwerbsbeteiligung älterer Frauen deutlich dynamischer als
jene der Männer, deren Beschäftigung insgesamt leicht rückläufig war
(-0,4%).

Die schrittweise Anhebung des Regelpensionsalters für Frauen
zeigt damit auch eine klare arbeitsmarktpolitische Chance: Ältere
Frauen bleiben länger aktiv im Erwerbsleben. Statistisch bedeutet
das: Von zehn zusätzlich erwerbstätigen Frauen ab 60 Jahren ist
lediglich eine arbeitslos – rund 90% sind in Beschäftigung.

„Wir wissen, dass die Arbeitsmarktsituation für Frauen in einigen
Bereichen besonders schwierig ist. Genau deshalb braucht es
zielgerichtete Maßnahmen und echte Unterstützung. Das AMS stellt
dafür jedes Jahr rund 670 Millionen Euro bereit. Der neue AMS-
Gleichstellungsziele-Monitor macht klar: Diese Investitionen
verbessern nicht nur Einkommen, sondern stärken auch die
Gleichstellung am Arbeitsmarkt. Frauenförderung wirkt – und sie wirkt
nachhaltig“ , so Arbeits- und Sozialministerin Korinna Schumann.

Zwtl.: AMS-Programme stärken Chancen und Einkommen von Frauen

Die Ergebnisse des Gleichstellungsmonitors belegen, dass Frauen,
die an AMS-Programmen teilnehmen, ihre Position am Arbeitsmarkt
spürbar verbessern. Fast alle untersuchten Maßnahmen zeigen positive
Effekte: höhere Beschäftigungsquoten, weniger Zeiten fern vom
Arbeitsmarkt und steigende Einkommensmöglichkeiten.

Besonders hervorzuheben ist das Fachkräftestipendium: Nach
Abschluss der Ausbildung erzielten Frauen im Durchschnitt eine
monatliche Einkommenssteigerung von rund +600 Euro. Damit bestätigt
sich erneut, dass Qualifizierung einer der stärksten Hebel ist, um
die Arbeitsmarktchancen von Frauen nachhaltig zu verbessern – und
langfristig ihre wirtschaftliche Eigenständigkeit zu sichern.