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30 Jahre Römerstadt Carnuntum – Publikumsmagnet und internationales Erfolgsmodell

St. Pölten (OTS) – Seit 30 Jahren steht die Römerstadt Carnuntum für
die erfolgreiche
Verbindung von Denkmalschutz, Wissenschaft und Kulturtourismus. Seit
ihrer Eröffnung als Managementorganisation im Jahr 1996 entwickelte
sich Carnuntum zu einer der bedeutendsten Kulturdestinationen
Österreichs.

„Die Erfolgsgeschichte der Römerstadt Carnuntum bestätigt unsere
Kulturstrategie, Kultur in die Regionen zu bringen und durch die enge
Zusammenarbeit mit touristischen Institutionen und Anbietern zum
Motor einer nachhaltigen regionalen Entwicklung zu machen. Carnuntum
ist ein ausgezeichnetes Beispiel für das gelungene Zusammenwirken von
kulturpolitischen Entscheidungen, unternehmerischem Denken und
wissenschaftlicher Grundlagenarbeit“, betont Landeshauptfrau Johanna
Mikl-Leitner.

Seit der Eröffnung im Jahr 1996 konnte die Römerstadt rund fünf
Millionen Besucherinnen und Besucher begrüßen. Jährlich nehmen zudem
rund 60.000 Menschen an den vielfältigen Vermittlungsprogrammen teil.
Einen entscheidenden Entwicklungsschub brachte die
Niederösterreichische Landesausstellung 2011, im Zuge derer 26
Millionen Euro investiert wurden. Damit entstand unter anderem die
weltweit einzigartige Rekonstruktion eines römischen Stadtviertels am
Originalstandort mit der einzigen beheizbaren rekonstruierten
römischen Therme. „Diese Investitionen wirken bis heute weit über
Carnuntum hinaus und stärken die gesamte Region nachhaltig“,
unterstreicht die Landeshauptfrau.

Mit der Aufnahme in die UNESCO-Welterbeliste als Teil des
Donaulimes im Jahr 2021 erhielt Carnuntum auch internationale
Anerkennung. Im Jubiläumsjahr wurde die umfassende Generalsanierung
der Römischen Therme abgeschlossen. Zusätzliche Bereiche der
originalen Thermenanlage sind nun für Besucherinnen und Besucher
zugänglich, ergänzt durch die Rekonstruktion der historischen
Deckenmalerei in der basilica thermarum.

Auch die wissenschaftliche Forschung wird konsequent
weiterentwickelt. Mit einem neuen Grabungsgebäude sowie dem Ausbau
des Archäologischen Zentraldepots in Hainburg stärkt das Land
Niederösterreich Carnuntum als internationalen Forschungsstandort.
Gleichzeitig macht die fortschreitende Digitalisierung das antike
Carnuntum noch erlebbarer: Mithilfe von Virtual-Reality-Anwendungen
können Besucherinnen und Besucher heute mehr als 400 Jahre
Siedlungsgeschichte virtuell entdecken – und damit jenes verborgene
Carnuntum erleben, das größtenteils noch unter der Erde liegt.