Grüne/Disoski: „Neos-Staatssekretär Schellhorn verhöhnt Frauen mit Gerede von Gold-Plating“

Wien (OTS) – „Diese Bundesregierung startet in einen Herbst der
politischen
Versäumnisse und ausgetragen werden sie auf dem Rücken von Frauen. Im
Sommer richtet Bundeskanzler Stocker den Frauen aus, Kinderbetreuung
sei keine Arbeit. Jetzt stellt sich NEOS-Staatssekretär Schellhorn
heute im Ö1-Morgenjournal mit Strohmann-Argumenten öffentlich gegen
mehr Lohntransparenz und erklärt sie zum Negativbeispiel für ‚Gold-
Plating‘. Gleichzeitig ist Österreich seit 107 Tagen mit der
Umsetzung der EU-Lohntransparenzrichtlinie säumig. Nach mehr als 100
Tagen Fristversäumnis diskutiert diese Regierung also noch immer
darüber, wie viel Lohndiskriminierung für Frauen zumutbar ist. Das
ist ein Armutszeugnis“, sagt Meri Disoski, Frauensprecherin der
Grünen.

Österreich hat den dritthöchsten Gender Pay Gap in der
Europäischen Union. „Der Gender Pay Gap ist für Frauen keine
abstrakte Prozentzahl, sondern Geld, das ihnen jeden Monat auf dem
Konto fehlt. Diese Ungerechtigkeit begleitet Frauen vom ersten
Gehaltszettel bis zum Pensionskonto. Staatssekretär Schellhorn
verhöhnt Frauen, wenn er angesichts dieser Realität von ‚Gold-
Plating‘ spricht“, hält Disoski fest und weiter:

„Ich erwarte mir von dieser Bundesregierung statt sinnloser
Diskussionen darüber, wie wenig Lohntransparenz gerade noch
ausreicht, ein ambitioniertes österreichisches Lohntransparenzgesetz.
Lohntransparenz ist kein Bürokratieballast, sondern ein zentraler
Hebel gegen die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern. Stocker,
Babler und Meinl-Reisinger sollen ihren Laden in Ordnung bringen und
endlich liefern. Österreich hat beim Gender Pay Gap keinen Spielraum
für Minimalismus“, betont Disoski.