Graz (OTS) – Die anhaltend hohen Preise für Diesel und Benzin bringen
immer mehr
Berufspendlerinnen und Berufspendler an ihre finanziellen Grenzen.
Die Pendlerinitiative Österreich fordert daher von der
Bundesregierung rasche und deutlich spürbare Maßnahmen. Die bisherige
Spritpreisbremse reicht nicht aus.
„Wenn der Weg zur Arbeit für viele schon teurer wird als der
Ertrag der Arbeit, dann werden sich bald immer mehr Menschen den Weg
zu ihrem Arbeitsplatz nicht mehr leisten können“, warnt Walter
Semlitsch, Obmann der Pendlerinitiative Österreich.
„Wer täglich auf das Auto angewiesen ist, kann nicht einfach zu
Hause bleiben oder auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen, die
vielerorts gar nicht in ausreichendem Maß vorhanden sind.“
Entlastung muss an der Zapfsäule ankommen
Andere europäische Staaten zeigen, dass entschlossenes Handeln
möglich ist: Sie senken Kraftstoffsteuern, deckeln Preise oder
unterstützen besonders betroffene Beschäftigte direkt. Auch
Österreich hat bereits erste Maßnahmen gesetzt – angesichts der
weiterhin enormen Belastung sind diese jedoch bei Weitem nicht
ausreichend.
„Ein paar Cent weniger sind angesichts der Preisexplosion nur ein
Tropfen auf den heißen Stein. Die Entlastung muss für Pendlerinnen
und Pendler an der Zapfsäule wirklich spürbar werden. Dafür braucht
es ein Gesamtpaket, das eine Entlastung von bis zu 50 Cent pro Liter
ermöglicht“, fordert Semlitsch.
Die Pendlerinitiative verlangt daher:
· weitere befristete Senkung der Mineralölsteuer
· vorübergehendes Aussetzen der CO₂-Bepreisung,
· Rückgabe krisenbedingter Steuermehreinnahmen an die Bevölkerung,
· wirksame Kontrollen der Raffinerie- und Handelsmargen sowie
· die Abschöpfung ungerechtfertigter Krisengewinne der
Mineralölkonzerne.
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