Wien (OTS) – Für viele Erwachsene bedeutet eine Infektion mit dem
Respiratorischen
Synzytial-Virus (RSV) nicht viel mehr als Schnupfen und Husten. Bei
einem wenige Wochen oder Monate alten Baby kann sie jedoch ganz
anders verlaufen. Fast alle Kinder infizieren sich innerhalb der
ersten beiden Lebensjahre. Eine durchgemachte Infektion schützt zudem
nicht dauerhaft vor einer erneuten Ansteckung.
„Besonders gefährdet für schwere Verläufe sind sehr junge
Säuglinge, ehemalige Frühgeborene und Kinder mit bestimmten
Vorerkrankungen. RSV betrifft jedoch keineswegs ausschließlich
Risikokinder: Rund 70 Prozent der wegen RSV hospitalisierten Kinder
sind gesund und reif geboren“, unterstreicht Univ. FÄ DDr.in Anna
Scheuchenegger , Fachärztin an der Neonatologie auf der MedUni Graz
und am LKH Univ.-Klinikum Graz.
Zwtl.: Was eine RSV-Erkrankung bedeuten kann
Eine spezifische antivirale Therapie gegen RSV steht nicht zur
Verfügung. Die Behandlung erfolgt daher vor allem unterstützend. Bei
schweren Verläufen können eine stationäre Überwachung, Infusionen und
Sauerstoff notwendig werden. In besonders schweren Fällen ist eine
maschinelle Beatmung erforderlich.
Ein Krankenhausaufenthalt stellt dabei nicht nur für das
erkrankte Kind eine Belastung dar. Je nach Schwere der Erkrankung
kann die Behandlung mehrere Tage oder auch Wochen dauern.
„Körperkontakt und Stillen können erschwert sein, die Eltern müssen
gleichzeitig die Betreuung weiterer Kinder und die Organisation von
Beruf und Alltag bewältigen. Eine große psychische Belastung für die
gesamte Familie“, schildert Hebamme Christina Kulle, BSc, Leiterin
der Landesgeschäftsstelle Kärnten des Österreichischen
Hebammengremiums.
Zwtl.: Häufigkeit und Prävention
Auch das Gesundheitssystem wird während der RSV-Saison stark
beansprucht. In Österreich wird von rund 54.600 RSV-Infektionen bei
Kindern in den ersten Lebensjahren und mehr als 1.100
Krankenhausaufenthalten pro Jahr ausgegangen. Die Erkrankungen fallen
in jene Monate, in denen Kinderstationen und Ambulanzen durch andere
Atemwegsinfektionen ohnehin stark ausgelastet sind. Die seit 2025
kostenlos im Rahmen des Kinderimpfkonzepts zur Verfügung stehende
passive Immunisierung kann Kinder schützen.
Wie leicht eine Ansteckung passieren kann, worauf Eltern bei
ersten Krankheitssymptomen achten sollten und welche Rolle Hebammen
und Kinderärzt:innen beim RSV-Schutz spielen, darüber spricht
Moderatorin Martina Rupp in der aktuellen Folge des Podcasts „Am
Mikro|skop“ mit zwei Fach-Expertinnen:
Zwtl.: Am Mikro|skop – Episode 48
Zwtl.: „Das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) – wie Innovation
Familien viel Leid ersparen kann“
Univ. FÄ DDr.in Anna Scheuchenegger, Fachärztin an der
Neonatologie auf der MedUni Graz und am LKH Univ.-Klinikum Graz und
Hebamme Christina Kulle, BSc, Leiterin der Landesgeschäftsstelle
Kärnten des Österreichischen Hebammengremiums.
www.fopi.at/fopi-podcast/episode-48/
Position bezieht Scheuchenegger zudem in ihrem Blog-Beitrag , wo
sie auf die doppelte Wirkung von Prävention hinweist. Denn eine RSV-
Immunisierung schützt Kleinkinder, aber sorgt auch in
Spitalsamulanzen und Kinderstationen für die dringend nötige
Entlastung: https://fopi.at/rsv-bei-sauglingen-pravention
Unterstützt wurde die Produktion des Podcasts von Sanofi. Weitere
Information bietet unter anderem die Patienteninformationen RSV (
Respiratorisches Synzytial-Virus) | Impfen schützt einfach .
Am Mikro|skop ist eine Initiative des Fachverbands der Chemischen
Industrie Österreichs (FCIO) und des Forums der forschenden
pharmazeutischen Industrie in Österreich (FOPI). Medienpartner ist
MedMedia | RELATUS, führender Fachverlag im Gesundheitswesen mit
medizinischen und pharmazeutischen Informationen auf dem neuesten
Stand der Wissenschaft.
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