Wien (OTS) – Der World Patient Safety Day am 17. September steht
heuer unter dem
Motto „Safe care for life!“. Eine sichere Versorgung hat mehrere
Aspekte, unter anderem die Medikamentensicherheit, ein möglichst
breites Angebot von Therapien und deren verlässliche Verfügbarkeit.
Während die Sicherheit von Medikamenten über ihren gesamten
Lebenszyklus engmaschig überwacht wird, sind die Arzneimittelvielfalt
und eine verlässliche Verfügbarkeit in einem hohen Maße von externen
Faktoren abhängig. Umso wichtiger sind folglich stabile
Rahmenbedingungen für pharmazeutische Unternehmen sowie politische
Initiativen, die Europa als Forschungs- und Produktionsstandort
stärken.
Dazu sagt Alexander Herzog, Generalsekretär der PHARMIG: „
Geopolitische Krisen, Abhängigkeiten in globalen Lieferketten und
wirtschaftlicher Druck erschweren zunehmend eine problemlose
Versorgung mit Arzneimitteln. Zudem fallen in Österreich monatlich
bis zu 20 Produkte aus dem Erstattungskodex und damit aus der
Versorgung, weil häufig die erzielbaren Preise die Kosten für die
Unternehmen nicht mehr decken. Dadurch verringert sich die
Arzneimittelvielfalt, was wiederum zu Lasten der Patientinnen und
Patienten geht und zeigt, wie wichtig Standortpolitik für die
Versorgung ist. “
Eine solche Standortpolitik darf aber nicht nur darauf abzielen,
durch mehr Forschung und Produktion innerhalb Europas die
Abhängigkeit von anderen Regionen zu reduzieren. Wesentliches Merkmal
eines attraktiven Standortes ist für pharmazeutische Unternehmen auch
eine Preis- und Erstattungspolitik, die den Wert und Nutzen von
Arzneimitteln anerkennt, sowohl von bewährten wie auch im speziellen
von innovativen. „In diesem Sinne muss eine solche Strategie alle
drei Bereiche umfassen, die Forschung, die Produktion und den
Marktzugang“, betont Herzog.
Erfreulich ist, dass auf wirtschaftspolitischer Ebene bereits an
einer Life-Sciences-Strategie für Österreich gearbeitet wird. „Diese
muss aber auch in die Umsetzung gebracht werden, damit sie ihre
Wirkung entfalten kann. Davon profitiert nicht nur die Wirtschaft,
sondern insbesondere die Medikamentenversorgung und damit nicht
zuletzt die Sicherheit der Patientinnen und Patienten, wenn ihre
Therapien zeitnah verfügbar sind und sie auch dem modernsten Stand
der Medikamentenforschung entsprechen“, so Herzog.
Über die PHARMIG: Die PHARMIG ist die freiwillige
Interessenvertretung der österreichischen Pharmaindustrie. Derzeit
hat der Verband ca. 120 Mitglieder (Stand September 2026), die den
Medikamenten-Markt zu gut 95 Prozent abdecken. Die PHARMIG und ihre
Mitgliedsfirmen stehen für eine bestmögliche Versorgungssicherheit
mit Arzneimitteln im Gesundheitswesen und sichern durch Qualität und
Innovation den gesellschaftlichen und medizinischen Fortschritt.
