Wien (OTS) – In der AK Konsument:innenberatung häufen sich
Beschwerden zu
Mietwagenfirmen – Tendenz steigend! Konsument:innen klagen über
angebliche Schäden, doppelte Verrechnungen, undurchsichtige
Strafgebühren & Co. Wer alles dokumentiert, Bewertungen checkt und
bei Problemen rasch handelt, kann sich viel Ärger und unnötige Kosten
ersparen.
Endlich Urlaub und dann Ärger mit dem Leihauto: Herr S. mietete
nur für fünf Tage ein Auto – am Ende bekam er eine saftige Forderung
von 260 Euro. Er sollte für einen Kratzer zahlen – den hatte er aber
nachweislich gar nicht verursacht. Das Mietwagenunternehmen zeigte
sich zunächst nicht einsichtig und verwies auf die Allgemeinen
Geschäftsbedingungen. Dort sei alles geregelt, für Rechtsmittel gebe
es „keinen Raum“. Herr S. wandte sich an die AK
Konsument:innenberatung. Erst nach Einschalten der AK wurde die
Forderung storniert.
„Das ist leider kein Einzelfall“, sagt AK Konsument:innenberater
Mario Pataki. „Beschwerden über Mietwagenfirmen – nicht nur im
Urlaubsort, sondern auch im Inland – häufig sich derzeit in unserer
Beratung. Immer öfter berichten Konsumentinnen und Konsumenten von
fragwürdigen Abbuchungen und undurchsichtigen Gebühren.“
Kratzer, Strafen, Abzocke – das sind die häufigsten Ärgernisse
von Konsument:innen in der AK Beratung
+ Vermeintliche Schäden: Tage nach der Rückgabe werden plötzlich
hunderte Euro für vermeintliche Kratzer, starke Verschmutzung oder
sogar ausgelöste Rauchmelder verrechnet – selbst bei Nichtrauchern.
+ Undurchsichtige Strafgebühren: Leihautounternehmen verlangen
mehr als 100 Euro für angebliche Geschwindigkeitsüberschreitungen –
kein Beleg, kein Ort, kein Datum.
+ Versteckte Auslandszuschläge : Es werden hohe Pauschalen für
Fahrten über die Grenze verrechnet, die bei der Buchung oft nicht
klar ausgewiesen werden.
+ No-Show-Falle: Wer das Auto verspätet abholt, verliert mitunter
Fahrzeug und Geld. Gerade im Ausland werden diese Klauseln streng
angewendet.
+ Doppelte Versicherungen: Obwohl bereits online Konsument:innen
eine Versicherung abgeschlossen haben, wird bei der Abholung oft eine
weitere als angeblich unverzichtbar verkauft.
Mietauto-Falle: So können Sie sich schützen
+ Bewertungen checken: Lesen Sie Bewertungen nicht nur auf
Buchungsplattformen, sondern vergleichen Sie Rezensionen auch auf
Google und anderen Portalen. Oft ist es besser, direkt beim Anbieter
zu buchen und nicht über die Plattform.
+ Alles dokumentieren: Dokumentieren Sie das Fahrzeug bei der
Übernahme und Rückgabe mit Fotos und Videos samt Zeitstempel und
schreiben Sie alle Vorschäden im Protokoll auf.
+ AK hilft: Bei unerwarteten Abbuchungen kontaktieren Sie rasch
die AK Konsument:innenberatungen. Unter www.arbeiterkammer.at finden
Sie bei „Über uns – Kontakt“ Ihre zuständige AK. Die Arbeiterkammern
unterstützen kostenlos bei der Prüfung der Forderung.