Wien (OTS) – Drei Spitäler, drei Auslandspfarren, 40 militärische
Fahrschulen,
neun Militärmusiken, sieben Betriebskindergärten, Urlaubsheime sowie
eine Militärbibliothek im Besitz von rund 850.000 Büchern – das
Bundesheer vereint eine Vielzahl an Einrichtungen und Angeboten unter
einem Dach. Und das sind nur einige Beispiele dafür, wie breit das
Leistungsspektrum über den klassischen militärischen Auftrag
hinausgeht.
„Das Bundesheer ist mehr als Einsatz und Ausbildung – es ist ein
eigenes System, das von der Lehrlingsausbildung bis zur eigenen
Militärdiözese reicht. Wir schaffen ein Umfeld, in dem sich unsere
Soldatinnen und Soldaten voll auf ihre Aufgaben konzentrieren
können“, betont Verteidigungsministerin Klaudia Tanner.
Mit Angeboten wie den 2008 ins Leben gerufenen
Betriebskindergärten in den Sommermonaten unterstützt das Bundesheer
die Vereinbarkeit von Familie und Beruf: In diesem Jahr gibt es
beispielsweise in sieben Bundesländern an insgesamt 22 Standorten
Betriebskindergartengruppen für rund 1.000 Kinder von Bediensteten,
die von qualifizierten Pädagoginnen und Betreuerinnen betreut werden.
Eigene Schulen sowie Ausbildungsstätten wie die Theresianische
Militärakademie, die Heeresunteroffiziersakademie und die
Landesverteidigungsakademie stehen für eine fundierte Ausbildung auf
allen Ebenen. Ergänzt wird dies durch eine breite Lehrlingsausbildung
in zahlreichen Berufen wie beispielsweise Sattler,
Forstwirtschaftsfacharbeiter und Berufsfotograf. Auch im Alltag
profitieren Soldaten von umfassenden Strukturen: In rund 40
militärischen Fahrschulen werden jährlich tausende Kraftfahrer
ausgebildet – damit zählt das Bundesheer zu den größten
Ausbildungsstätten für Lkw-Lenker in Österreich. Gleichzeitig leistet
die Militärmusik mit rund 420 Mitgliedern in allen Bundesländern
einen wichtigen Beitrag zur heimischen Musikkultur.
Darüber hinaus verfügt das Bundesheer über ein dichtes Netz an
Versorgungs- und Betreuungseinrichtungen: Drei eigene Spitäler samt
eigenen Militärärzte gewährleisten die medizinische Versorgung im In-
und Ausland – unterstützt durch Einrichtungen wie die Heeresapotheke.
Die Militärseelsorge umfasst sechs anerkannte Glaubensgemeinschaften
und verfügt auch über eine eigene katholische Diözese und einen
römisch-katholischen Bischof. Mit eigenen Pfarren im In- und Ausland
begleitet sie Soldaten in persönlichen und spirituellen Fragen.
Urlaubsheime und Seminarzentren beispielsweise in Reichenau (NÖ),
Seebenstein (NÖ), Felbertal (S) und Iselsberg (T) bieten zusätzliche
Erholungsmöglichkeiten – auch für die Familie, während die Feldpost
insbesondere im Auslandseinsatz die Verbindung zur Heimat
sicherstellt. Auch in der Ausstattung zeigt sich die
Eigenständigkeit: Die Heeresbekleidungsanstalt in Brunn am Gebirge
sorgt für Entwicklung und Versorgung mit Ausrüstung. Ergänzt wird
dieses breite Spektrum durch besondere Einrichtungen wie das
Heeresgeschichtliche Museum, historische Orte wie den
Akademiefriedhof der Theresianischen Militärakademie sowie die
Nutzung ehemaliger Bergwerke als geschützte Infrastruktur. Die
Militärbibliothek mit Hauptsitz in der Stiftkaserne ist im Besitz von
ca. 850.000 Büchern über das gesamte Bundesgebiet verteilt – 145.000
Bücher davon können in der Militärbibliothek selbst von
Militärpersonen ausgeliehen werden. Das Bundesheer zeigt damit: Es
ist ein eigenes Universum – leistungsfähig, vielseitig und auf alle
Anforderungen vorbereitet.
