Brüssel (OTS) – In den nächtlichen Verhandlungen zum AI-Omnibus haben
sich EU-
Parlament und Mitgliedstaaten auf ein Verbot sogenannter KI-
„Nudifier“-Tools geeinigt. Die Anwendungen, mit denen Bilder von
Menschen, häufig Frauen und Minderjährigen, mithilfe Künstlicher
Intelligenz zu gefälschten Nacktbildern oder pornografischen Inhalten
manipuliert werden können, sollen bis Ende 2026 vom europäischen
Markt verschwinden. Das Verbot geht auf eine Initiative der
Grünen/EFA zurück.
Dazu sagt die grüne Europaabgeordnete Lena Schilling: „Bis Ende
dieses Jahres werden Menschen, insbesondere Frauen und Mädchen,
besser davor geschützt sein, dass grausame ‚Nudifier‘-Apps frei auf
dem EU-Markt verfügbar sind. Es ist absurd, dass man derzeit mit nur
drei Klicks Bilder von Frauen und Kindern manipulieren kann, um
gefälschte Nacktbilder oder Fake-Pornos zu erstellen. Ich bin sehr
erleichtert, dass sich der grüne Vorschlag für ein Verbot dieser Apps
in den Verhandlungen durchgesetzt hat. In Österreich fehlt bis heute
allerdings die nationale KI-Behörde, die dieses Verbot überhaupt erst
durchsetzen soll. Staatssekretär Alexander Pröll bleibt hier trotz
verstrichener Frist säumig. Und auch das Chaos rund um die
Beratungsstelle ZARA hat gezeigt, welchen Stellenwert der Schutz von
Frauen vor digitaler Gewalt für die ÖVP wirklich hat. Der Schutz der
Würde im digitalen Raum sollte eigentlich immer an erster Stelle
stehen.“
