Sankt Pölten (OTS) – Eine aktuelle Studie der Schülerunion zeigt auf,
dass sich 2 von 3
Schüler:innen schlecht auf ihre Zukunft vorbereitet fühlen. Das
bestätigt die langjährige Forderung der Arbeiterkammer
Niederösterreich, mehr praxisnahe und realistische Informationen über
die Arbeitswelt sowie weiterführende Schulen zu vermitteln.
„Berufsorientierung als Pflichtfach muss endlich umgesetzt werden“,
so Arbeiterkammer Niederösterreich-Präsident und ÖGB Niederösterreich
-Vorsitzender Markus Wieser.
Wir können es uns nicht leisten, auf die persönliche Stärken
eines jeden einzelnen zu verzichten, so Wieser. Gerade vor dem
Hintergrund des Fachkräfte-Bedarfs und sinkenden Lehrlingszahlen ist
zielgerichtete Orientierung wichtiger denn je, um den Schülerinnen
und Schülern die Vielfalt der Arbeitswelt und Lehrlingsausbildungen
näher zu bringen.
Bildungs- und Berufsorientierung muss ab der 5. Schulstufe in der
Pflichtschule über alle Stufen ein Pflichtfach werden, oder zumindest
in ein eigenes Fach mit sozialen Kompetenzen und Gesellschaftskunde
integriert werden, so Wieser. Ebenso muss in der Oberstufe verstärkt
Bildung- und Berufsorientierung angeboten werden. Schulabgänger in
diesen Stufen verlassen diese zumeist ohne ausreichende Orientierung
darüber, welche Chancen und Perspektiven ihnen offen stehen. „Es darf
nun keinen Aufschub mehr geben“, so Wieser. Die Arbeiterkammer
Niederösterreich fordert bereits seit Jahren entsprechende Änderungen
und hat konkrete Lösungsvorschläge beim Unterrichtsministerium
vorgebracht.
Die Arbeiterkammer Niederösterreich setzt auch gemeinsam mit dem
Sozialpartner Wirtschaftskammer Niederösterreich eine Reihe an
konkreten Maßnahmen zur Berufsorientierung um. Es gibt einen Master-
Lehrgang für Berufsorientierung für Lehrkräfte, eigene Workshops,
Schultheater und die Berufsorientierungs-App botogo. Dazu kommen
große Messen: „Zukunft.Arbeit.Leben“ der Arbeiterkammer
Niederösterreich richtet sich an Schülerinnen und Schüler ab der 7.
Schulstufe, während die eigene Messe „Berufe zum Angreifen“ schon bei
Volksschülern ansetzt und Kinder ab der 4. Schulstufe die Arbeitswelt
spielerisch näher bringt.
