München (OTS) – München (ots)
– Von Nordamerika bis Neuseeland: 120 Referentinnen und Referenten
aus sechs Kontinenten
– Mehr als 160 Vorträge und 85 Workshops an zwei Veranstaltungsorten
in und um München
– Maßgeschneidertes Programm für Fachleute aus Flugbetrieb, Medizin
und Management
– Early Bird-Tickets noch bis Ende März erhältlich
– Über 25 Aussteller aus Luftfahrtindustrie und Medizintechnik zeigen
innovative Produkte
Das Programm des AirMed World Congress 2026 setzt neue Maßstäbe.
Noch nie in seiner 46-jährigen Geschichte war das Programm breiter,
tiefer und mit rund 120 Referentinnen und Referenten aus sechs
Kontinenten internationaler. Vom 16. bis 18. September 2026 erwarten
die rund 800 Teilnehmenden in München über 160 Vorträge, 85 Workshops
und 15 Panel-Diskussionen – verteilt auf zwei Veranstaltungsorte. Der
weltweit führende Kongress für Luftrettung und Ambulanzflug wird von
der gemeinnützigen ADAC Luftrettung in Zusammenarbeit mit der EHAC (
European HEMS and Air Ambulance Committee) ausgerichtet. Die
Veranstaltung bringt Ärztinnen und Ärzte, Rettungsfachkräfte,
Pflegepersonal, Pilotinnen und Piloten, technisches Personal,
Manager, Industriepartner und Behördenvertreter zusammen, um Wissen
und Erfahrungen auszutauschen und damit die Zukunft der Luftrettung
voranzutreiben.
Das Programm des Kongresses unter dem Motto „Beyond Boundaries:
Cross-Competence Enhancement of Aeromedical Services“ teilt sich in
drei Schwerpunkte auf – Flugbetrieb, Medizin und Management. Im
Bereich Flugbetrieb ist die AirMed 2026 der Kongress, der sich den
aktuellen Themen der Luftfahrt stellt. Von Allwetter-HEMS (Helicopter
Emergency Medical Services), Drohnenintegration, über
Sicherheitskultur und Katastrophenschutz, bis zu eVTOLs (Electrical
Vertical Take-Off and Landing Aircraft). Die flugbetrieblichen
Sessions aus Vorträgen und Workshops bieten ein hochkarätiges Umfeld
mit Referentinnen und Referenten, die Unternehmen und Organisationen
wie beispielsweise Airbus, EASA, FAA, REGA, Bell Helicopter, DLR,
AMREF vertreten. Darunter die Präsidentin und CEO der Association of
Air Medical Services in Washington, Jana Williams. Unter dem
Vortragstitel „What Level of Safety is Safe?“ beleuchtet die Expertin
das zentrale Sicherheitsdilemma der Luftrettung. Wann ist ein Einsatz
trotz der Risiken für Crew und Patient vertretbar und wann nicht?
Der Themenbereich Medizin widmet sich den klinischen und
operativen Grundlagen moderner Luftrettung. Im Mittelpunkt stehen die
Prinzipien der medizinischen Versorgung während des Lufttransports,
die Auswahl geeigneter Ausrüstung für die präklinische
Notfallversorgung sowie die Rekrutierung und Ausbildung medizinischen
Fachpersonals. Zudem wird erklärt, wie wissenschaftliche Erkenntnisse
den Weg von der Forschung über Leitlinien bis in die operative Praxis
von HEMS und Ambulanzflug finden und wo dabei Lücken entstehen.
Verschiedene Perspektiven auf Versorgungsqualität sowie die
umfassende Integration von Luftrettung in die weltweit
unterschiedlichen Gesundheitssysteme runden den medizinischen
Programmbereich ab. Wie weit die präklinische Medizin dabei reicht,
zeigt exemplarisch Dr. Dinis dos Reis Miranda, Anästhesist-
Intensivmediziner und ECMO-Direktor am Erasmus Medical Centre in
Rotterdam. Er präsentiert die Ergebnisse der niederländischen eCPR-
Studie. Dabei geht es um ein Verfahren, bei dem eine Herz-Lungen-
Maschine bereits am Einsatzort eingesetzt wird, um Patienten nach
einem Herzstillstand zu stabilisieren.
Das Themenfeld Management richtet sich an Führungskräfte,
Entscheiderinnen sowie Entscheider in der Luftrettung und im
Ambulanzflug. Es geht um die international unterschiedlichen
organisatorischen Strukturen bei der Bereitstellung von HEMS- und
Ambulanzflugdiensten sowie die Prinzipien sogenannter High
Reliability Organisations. Sprich Organisationen, die trotz hoher
Komplexität und Risiken konstant sicher und zuverlässig arbeiten.
Weitere Themen sind die ideale Gestaltung eines HEMS-Stützpunkts,
Überlegungen zu Einsatzprofilen und Crew-Zusammensetzungen sowie
betriebliches Kontinuitätsmanagement im Kontext öffentlicher
Daseinsvorsorge. Ergänzt wird das Management-Programm durch eine
kritische Auseinandersetzung mit Finanzierungsmodellen und ihren
Besonderheiten. Wie weitreichend diese Fragen sind, verdeutlicht
David Waters, CEO von Health Standards Aotearoa aus Neuseeland. Er
stellt in seiner Session die Qualitätskontrolle aus der Perspektive
einer nationalen Aufsichtsbehörde dar und beantwortet damit die
Frage, wie staatliche Stellen Qualitätsstandards in der Luftrettung
definieren und durchsetzen können.
Zwischen BERGSON Kunstkraftwerk und ADAC Luftrettung Campus
Eine Besonderheit des diesjährigen Kongresses ist die
Möglichkeit, die Vorteile von gleich zwei verschiedenen
Veranstaltungsorten zu nutzen. In den Räumlichkeiten des BERGSON
Kunstkraftwerks in München finden vor allem Vorträge und Diskussionen
statt. Am zweiten Kongressort, dem neu eröffneten ADAC Luftrettung
Campus in Oberpfaffenhofen bei München, liegt der Fokus auf dem
Praxisbezug. Die dortige, in Europa einmalige, Infrastruktur erlaubt
es, Notfalleinsätze zu simulieren oder andere spezifische
Trainingsszenarien zu zeigen. Für inhaltliche Tiefe sorgt dabei die
außergewöhnlich internationale Besetzung. Die rund 120 Referentinnen
und Referenten kommen aus Asien, Nord- und Südamerika, Europa, Afrika
und Australien.
Über das dreitägige Hauptprogramm hinaus können Teilnehmende am
Samstag, 19. September 2026, aus einem breiten Zusatzangebot
buchbarer Workshops wählen. Darunter Crew Resource Management für
Führungskräfte, Refresher-Kurse in Advanced Cardiac Life Support und
Pediatric Advanced Life Support sowie praxisnahe Missionssimulationen
für die Notfallversorgung im HEMS-Umfeld und bei Intensivtransporten.
Als besonderes Highlight lädt eine Exkursion ins ADAC Crashtest-
Zentrum in Landsberg am Lech dazu ein, aktuelle Entwicklungen in der
Automobiltechnologie und ihre Konsequenzen für die technische Rettung
und Notfallversorgung unmittelbar zu erleben. Dr. Matthias Ruppert,
Mitglied des Organisationsteams und Geschäftsführer Medizin der ADAC
HEMS Academy, unterstreicht die Einzigartigkeit des Kongresses:
„Beyond Boundaries ist kein Slogan, sondern ein Versprechen, das sich
im Programm widerspiegelt. Wenn Expertinnen und Experten aus sechs
Kontinenten zusammenkommen, um voneinander zu lernen und sich
auszutauschen, passiert genau das – Grenzen werden fachlich,
geografisch und kulturell überwunden.“
Der AirMed World Congress 2026 bietet auch Unternehmen und
Industriepartnern eine Bühne. Rund 30 Aussteller aus den Bereichen
Luftfahrt und Medizintechnik haben bereits zugesagt. Von Seilwinden,
über medizinische Innenausstattungssysteme für Helikopter bis zu
Einsatzbekleidung wird ein breites Spektrum an Produkten und
Dienstleistungen zu sehen sein.
Noch bis Ende März profitieren Interessierte von vergünstigten
Early-Bird-Tickets sowie von speziell ausgehandelten Hotelraten. Eine
frühzeitige Hotelreservierung wird dringend empfohlen, da aufgrund
des an den Kongress anschließenden Oktoberfests die Raten steigen
könnten. Tickets, weitere Informationen sowie aktuelle Newsletter
gibt es unter: www.airmed2026.com .
