Wien (OTS) – Die Österreicher:innen sind großteils zufrieden –
zumindest, was das
Thema Wohnen betrifft. Immerhin die Hälfte gibt an, mit ihrer
Wohnsituation sehr zufrieden zu sein. Weitere 30 Prozent sind eher
zufrieden. In Schulnoten ausgedrückt bedeutet das eine 1,8. Ein Wert,
der seit 2021 stabil geblieben ist, wie die Integral-Trendstudie für
ImmoScout24.at – durchgeführt im Jänner 2026 unter 1.000
Österreicher:innen – zeigt. Ein differenzierteres Bild zeigt sich
jedoch beim Blick in die Ergebnisse nach Alter, Wohnort und Art der
Immobilie. Insbesondere die Immobilienart beeinflusst die
Zufriedenheit stark. So zeigt sich klar: Eigentümer:innen sind sehr
zufrieden (Schulnote 1,5), Mieter:innen weniger (Schulnote 2,1). Wer
in einem Haus wohnt, vergibt eine besser Note (1,5) als
Bewohner:innen einer Wohnung (1,9).
Zwtl.: Unter 30-Jährige mit geringster Wohnzufriedenheit
Am zufriedensten mit ihren eigenen vier Wänden ist die
Altersgruppe der über 50-Jährigen. Beinahe neun von zehn (89 Prozent)
sind zumindest eher, sechs von zehn sogar sehr zufrieden. Nach dem
Schulnotensystem vergeben sie eine 1,5. Am anderen Ende der Skala
stehen die 18- bis 29-Jährigen: Mit einer glatten 2 sind sie die
unzufriedenste Altersgruppe. Gerade einmal 38 Prozent sind sehr, ein
weiteres Drittel ist eher zufrieden. Im Vergleich zum Vorjahr ist die
Unzufriedenheit in dieser Altersgruppe etwas größer geworden.
Zwtl.: Nur ein Drittel der Wiener:innen ist sehr zufrieden
Neben dem Alter spielt der Wohnsitzort eine große Rolle. So
bewerten Personen in den Bundesländern ihre Situation besser als in
der Bundeshauptstadt. Personen in ländlichen Regionen vergeben
bessere Noten als Stadtbewohner:innen. Im Bundesländervergleich haben
die Oberösterreicher:innen die höchste Zufriedenheit, gefolgt von
Niederösterreich und Tirol. Mit einer Schulnote von 2 ist man in Wien
am unzufriedensten. Nur ein Drittel in der Bundeshauptstadt gibt an,
mit der eigenen Wohnsituation sehr zufrieden zu sein.
Dazu Joseph Obiegbu, Geschäftsführer von ImmoScout24 Österreich:
„Die Studie unterstreicht einmal mehr den Zusammenhang von
Wohnzufriedenheit und Eigentum. Jüngere und Wiener:innen wohnen
seltener im Eigentumsimmobilien, das schlägt sich auch in geringerer
Zufriedenheit nieder.“
Zwtl.: Rezept für hohe Zufriedenheit: viel Grün, gute Lage und
leistbare Wohnkosten
Wer ein Rezept für mehr Wohnzufriedenheit sucht, dem sei geraten
sich eher an Umfeld und Kosten zu orientieren. Denn die wichtigsten
Gründe für eine gute Benotung des Hauptwohnsitzes sind weniger an die
Immobilie selbst geknüpft. Viel mehr sind vor allem viel Grün im
unmittelbaren Wohnumfeld, eine gute Lage der Immobilie und leistbare
Wohnkosten ausschlaggebend. An vierter Stelle findet sich die gute
Infrastruktur.
Zwtl.: Hohe Kostenbelastung treibt Unmut
Auch einen besonderen Treiber für Unzufriedenheit gibt es – und
zwar eine hohe Kostenbelastung. Beinahe die Hälfte derer, die
unzufrieden sind (45 Prozent) nennt diesen Grund. Weiter abgeschlagen
finden sich Probleme mit den Nachbar:innen (29 Prozent) und fehlende
Freiflächen (19 Prozent).
Detaillierte Tabellen finden Sie im Anhang, auch mit
Bundesländerdaten!
Zwtl.: Über die Studie
Für die ImmoScout24-Trendstudie hat Integral Markt- und
Meinungsforschung im Jänner 2026 für ImmoScout24 1.000
Österreicher:innen von 18 bis 69 Jahren online repräsentativ für
diese Zielgruppe befragt.
