Wien (OTS) – Anlässlich des Bundesparteitages der SPÖ bekräftigen die
roten
Jugendorganisationen erneut ihre Forderung nach der Einführung einer
Vermögenssteuer. „Es ist höchst an der Zeit, dass Vermögens- und
Erbschaftssteuern, die auf Bundesparteitagen bereits mehrfach
beschlossen wurden, endlich auch in der Regierung umgesetzt werden.
Angesichts der ungleichen Vermögensverteilung in Österreich ist eine
Vermögenssteuer für mehr soziale Gerechtigkeit unverzichtbar“ ,
betont Larissa Zivkovic, Vorsitzende der Sozialistischen Jugend
Österreich.
Ein großes Transparent mit der Aufschrift „Trau dich, SPÖ! Reiche
besteuern!“ verdeutlichte die Botschaft der Jugendorganisationen. „In
keinem anderen Euro-Land ist Vermögen so ungleich verteilt wie bei
uns. Die reichsten fünf Prozent besitzen rund 55 Prozent des
Gesamtvermögens, während die Hälfte der Bevölkerung sich gerade
einmal vier Prozent teilt. In der Krise heißt es “Alle müssen
zahlen”, doch die Reichsten scheinen wieder einmal ausgenommen” ,
ergänzt Miriam Amann, Bundesvorsitzende des Verbands Sozialistischer
Student_innen.
Michael Kögl, Bundesvorsitzender der Jungen Generation in der
SPÖ, betont, dass Vermögenssteuern die Allgemeinheit entlasten und
dringend notwendige Veränderungen ermöglichen könnten: „Je nach
Ausgestaltung können Vermögenssteuern dem Staat jährlich zwischen
drei und neun Milliarden Euro einbringen. Diese Steuern würden die
Allgemeinheit entlasten und dringend benötigte Investitionen in
soziale Sicherheit, Bildung und öffentliche Infrastruktur
ermöglichen.”
„Während die Sparmaßnahmen der Bundesregierung die breite Masse
und insbesondere auch junge Menschen treffen, könnten
Vermögenssteuern genau dem entgegenwirken und beispielsweise
notwendige Investitionsspielräume schaffen, um unser Bildungssystem
ins 21. Jahrhundert zu holen und junge Menschen tatsächlich zu
unterstützen.“ , erklärt Ello Wachter, Bundesvorsitz der Aktion
Kritischer Schüler*innen.
„Als Sozialdemokratie können wir nicht länger zusehen, wie große
Vermögen geschont werden, während bei Bildung, Pflege oder leistbarem
Wohnen gespart wird. Wer von Gerechtigkeit spricht, muss auch den Mut
haben, sie umzusetzen. Jetzt ist der Moment, große Vermögen gerecht
zu besteuern und diese Forderung als SPÖ auch in
Regierungsverantwortung umzusetzen!“ , betont abschließend Dilovan
Shekho, Bundesvorsitzender der Roten Falken Österreich.

