Frauentag: Qualifizierungsoffensive fördert Gleichstellung am Arbeitsmarkt

Wien (OTS) – Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März
betont die
Bundesfrauenvorsitzende der Gewerkschaft PRO-GE, Elfriede Schober,
dass „es für eine echte Gleichstellung von Frauen und Männer aktive
Arbeitsmarktpolitik braucht“. Schober verweist dabei auf geplante
Maßnahmen im Rahmen der Industriestrategie bzw. Fachkräftestrategie
der Bundesregierung, die „den Frauen mehr Chancen auf höhere
Einkommen und bessere berufliche Perspektiven ermöglicht“.

Vor allem die geplante Qualifizierungsoffensive könne die
Gleichstellung am Arbeitsmarkt erhöhen. Diese richte sich besonders
an jene Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die bereits in Betrieben
arbeiten, jedoch keine oder eine nicht branchenspezifische
Berufsausbildung haben. Während eines bestehenden
Arbeitsverhältnisses und ohne finanzielle Einbußen solle die
Qualifizierungsoffensive künftig eine branchenspezifische Lehre bzw.
einen Lehrabschluss ermöglichen.

„Österreich muss endlich den Frauen-Turbo am Arbeitsmarkt zünden
und ein Lehrabschluss ist die beste Basis dafür, damit ungelernte
oder angelernte Mitarbeiterinnen zu Facharbeiterinnen werden“, sagt
Schober. Denn bereits jetzt würden in den heimischen
Produktionshallen immer mehr Frauen arbeiten. Allerdings würden viele
Frauen erst später aus anderen Branchen in die Industrie oder das
Gewerbe wechseln. Dies belegen unter anderem die Zahlen zu den
häufigsten Lehrberufen von Mädchen und Burschen. Während Mädchen
gerne den Einzelhandel wählen, oder sich für eine Lehre zur
Bürokauffrau oder Stylistin entscheiden, sind die Top-Lehrberufe bei
den Burschen Elektro-, Metall- und Kraftfahrzeugtechnik. Zudem ist
der Anteil von Frauen, die über einen Pflichtschulabschluss als
höchste abgeschlossene Ausbildung verfügen, nach wie vor höher als
bei den Männern.

Die demografische Entwicklung und der immer größer werdende
Bedarf an Fachkräften ist für Schober eine zentrale Zukunftsfrage für
die heimische Wirtschaft und eine große Chance für Frauen.
„Unternehmen werden in Zukunft immer mehr Mitarbeiter:innen brauchen,
die ausgebildet und qualifiziert sind. Die Betriebe können es sich
nicht leisten, auf Frauen als Facharbeiterinnen zu verzichten“, sagt
Schober abschließend.