Vaduz/Wien (OTS) – Gut ein Jahr nach Antritt der schwarz-rot-pinken
Regierung erhält die
Regierung von der Bevölkerung in zentralen Fragen schlechte Noten. In
einer vom Magazin Der Pragmaticus beauftragten Umfrage geben zwei
Drittel der Befragten an, dass die Regierung die großen Reformblöcke
wie Gesundheits-, Pensions- und Verwaltungssystem nicht konsequent
angehe. Insgesamt sehen 84 Prozent der Österreicher einen Reformstau,
geht aus der von Unique Research durchgeführten repräsentativen
Befragung (Sample: 800) hervor.
Dabei wäre der Handlungsbedarf groß: 69 Prozent der Befragten
meinen, dass der Staat verschwenderisch mit Steuergeld umgehe. Nur 30
Prozent finden, dass keine der drei Verwaltungsebenen (Bund, Länder,
Gemeinden) notwendig sind. Und 49 Prozent würden weniger staatliche
Leistungen bevorzugen, wenn im Gegenzug die Steuerlast sinkt.
Der Pragmaticus startet angesichts des Reformstaus eine
umfassende Serie mit dem Titel „ Neustart für Österreich “ und
veröffentlicht Experten-Vorschläge, mit denen der Staat schlanker und
fitter wird. Im ersten Teil plädiert der Ökonom Martin Halla für eine
einheitliche Sozialhilfe, die anstelle des Wildwuchses an Förderungen
wie Arbeitslosenversicherung, Mindestsicherung, Notstandshilfe oder
Familienbeihilfe tritt.
Die Wirtschaftsforscherin Monika Köppl-Turyna tritt für mehr
Finanzautonomie der Länder ein, beispielsweise im Wege regionaler
Zuschläge auf die Lohnsteuer.
Weitere Ergebnisse der Umfrage finden Sie hier:
https://www.derpragmaticus.com/r/umfrage-weniger-staat
