Wien (OTS) – Die Angebotspreise für Einfamilienhäuser sind im
vergangenen Jahr
österreichweit um durchschnittlich 6 Prozent gestiegen und liegen bei
4.070 Euro pro Quadratmeter. Damit zeichnet sich eine klare
Trendwende ab: Nach einem Preisrückgang im Jahr 2023 und einer Phase
der Stabilisierung 2024 befinden sich die Hauspreise nun wieder im
Aufwärtstrend. Ein 150-Quadratmeter-Einfamilienhaus wurde 2025 je
nach Bundesland im Schnitt zwischen 375.000 Euro und 1.167.000 Euro
angeboten. Unter der Marke von 500.000 Euro ist das Eigenheim
weiterhin in Kärnten, der Steiermark und im Burgenland zu finden.
Rund eine Million Euro oder mehr müssen Kaufinteressierte hingegen in
Tirol und Wien einplanen. Das zeigt eine aktuelle Datenanalyse von
ImmoScout24.at auf Basis von 78.500 Verkaufsangeboten.
Die Nachfrage nach Häusern auf der Immobilienplattform hat vor
allem im Westen Österreichs sowie in Wien deutlich zugelegt.
Insgesamt wurden Einfamilienhäuser 2025 im Vergleich zu 2024 um
durchschnittlich 8 Prozent häufiger nachgefragt. Auch das allgemeine
Kaufinteresse in der Bevölkerung ist laut aktueller Trendstudie von
ImmoScout24, durchgeführt von Integral*, spürbar gestiegen: Unter
allen Befragten, die derzeit aktiv nach einer Immobilie suchen,
möchte die überwiegende Mehrheit von 58 Prozent kaufen, weitere 29
Prozent interessieren sich sowohl für Kauf als auch für Miete.
„Wir beobachten eine deutliche Belebung der Nachfrage nach
Einfamilienhäusern. Trotz gestiegener Angebotspreise nimmt das
Interesse am Immobilienkauf weiter zu. Nach dem Einbruch im Jahr 2023
setzt sich damit die Trendwende, die bereits im Vorjahr eingesetzt
hat, weiter fort“, sagt Markus Dejmek, Geschäftsführer von
ImmoScout24 in Österreich.
Zwtl.: Vorarlberg und Wien mit stärksten Nachfrageplus
In Vorarlberg und Wien hat die Nachfrage nach Häusern besonders
stark zugelegt. Beide Bundesländer weisen zwar ein hohes Preisniveau
auf, verzeichneten 2025 jedoch geringere Preissteigerungen als andere
Regionen. In Vorarlberg stieg die Nachfrage um 28 Prozent, während
die Preise nur moderat um 1 Prozent auf durchschnittlich 5.580 Euro
pro Quadratmeter zulegten. Damit hat sich der Wunsch nach dem
Eigenheim im westlichsten Bundesland besonders verstärkt. Auch in
Wien nahm die Nachfrage deutlich zu. Die Zahl der Anfragen lag um 23
Prozent über dem Vorjahr, bei einem Preisanstieg von 2 Prozent auf
durchschnittlich 6.570 Euro pro Quadratmeter. Für ein Einfamilienhaus
mit 150 Quadratmeter Wohnfläche müssen Käufer in der Bundeshauptstadt
rund 986.000 Euro einplanen.
Am teuersten bleibt Tirol: Dort liegt der durchschnittliche
Angebotspreis für ein Haus gleicher Größe bei 1.167.000 Euro, was
einem Plus von 9 Prozent und einem Quadratmeterpreis von 7.780 Euro
entspricht. Salzburg belegt mit durchschnittlich 6.150 Euro pro
Quadratmeter beziehungsweise rund 922.000 Euro für das 150-
Quadratmeter-Eigenheim Platz drei nach Tirol und Wien.
Zwtl.: Niederösterreich und Oberösterreich im preislichen Mittelfeld
Niederösterreich punktet mit deutlich günstigeren Preisen. Mit
durchschnittlich rund 3.690 Euro pro Quadratmeter liegt das
Preisniveau etwa 3.000 Euro unter jenem von Wien und sogar rund 4.000
Euro unter dem von Tirol. Für durchschnittlich 553.000 Euro werden
Häuser mit 150 Quadratmeter Wohnfläche in Niederösterreich angeboten.
Noch etwas günstiger sind Häuser in Oberösterreich: Dort liegen die
Angebotspreise im Durchschnitt bei rund 533.000 Euro, der
Quadratmeterpreis ist 2025 um 7 Prozent auf 3.560 Euro gestiegen.
Zwtl.: Weniger Nachfrage in Kärnten und Burgenland
Kärnten und das Burgenland verzeichneten 2025 ein leichtes Minus
von 4 Prozent bei der Nachfrage nach Eigenheimen. In Kärnten stiegen
die Preise zwar um 9 Prozent auf durchschnittlich 3.290 Euro pro
Quadratmeter, liegen damit jedoch – ebenso wie in der Steiermark und
im Burgenland – weiterhin im unteren Preisbereich Österreichs. In der
Steiermark gingen die Quadratmeterpreise um 2 Prozent auf
durchschnittlich 3.090 Euro zurück. Am erschwinglichsten bleibt der
Traum vom Eigenheim im Burgenland, wo 150-Quadratmeter-Häuser im
Schnitt um rund 375.000 Euro angeboten werden.
Detaillierte Daten finden Sie im Anhang!
Über die Datenanalyse
Die im Februar 2026 durchgeführte Analyse basiert auf 78.512
Datenpunkten für Häuser aus den Jahren 2024 und 2025 der auf
ImmoScout24.at veröffentlichten Angebote. Als Berechnungsmethode für
das statistische Mittel wurde der Median gewählt. Der Median hat im
Gegensatz zum Mittelwert den Vorteil, dass er nicht durch wenige
extrem billige oder wenige extrem teure Objekte verzerrt wird.
Über die Studie
*Für die ImmoScout24-Trendstudie hat Integral Markt- und
Meinungsforschung im Jänner 2026 für ImmoScout24 1.000
Österreicher:innen von 18 bis 69 Jahren online repräsentativ für
diese Zielgruppe befragt.
