FPÖ – Hauser: „Pandemie-Risiken durch hochgefährliche Gain-of-Function-Forschung“

Wien (OTS) – Der freiheitliche EU-Abgeordnete Gerald Hauser warnt
eindringlich vor
den massiven Gefahren der sogenannten Gain-of-Function-Forschung an
Hochrisikoviren. Anlass sind öffentliche Aussagen von Dr. Robert Ray
Redfield jr., dem ehemaligen Leiter der US-Seuchenschutzbehörde CDC,
der während der COVID-19-Pandemie maßgeblich für deren Management
verantwortlich war.

Hauser verweist darauf, dass Redfield bereits 2021 nach ersten
Analysen zu der Einschätzung gelangt sei, dass SARS-CoV-2 mit hoher
Wahrscheinlichkeit aus einem Labor in Wuhan stamme und nicht durch
einen natürlichen Tier-Mensch-Übergang entstanden sei. Als besonders
auffällig habe Redfield die außergewöhnlich effiziente Mensch-zu-
Mensch-Übertragung des Virus bezeichnet. Ein Umstand, der aus Sicht
des ehemaligen CDC-Direktors gegen eine natürliche Evolution spreche.

Hauser betont: „Der ehemalige Leiter der CDC hat die Gain-of-
Function-Forschung scharf kritisiert. Bei dieser werden Viren gezielt
verändert, um sie ansteckender oder gefährlicher zu machen. Diese
hochriskante Forschung sei unter anderem von US-Behörden wie den
National Institutes of Health (NIH), dem US-Außenministerium, USAID
sowie dem US-Verteidigungsministerium finanziert worden.“ Laut Hauser
habe Redfield darauf hingewiesen, dass diese Art von Forschung
bislang keine einzige Pandemie verhindert habe, jedoch möglicherweise
zur größten Pandemie der modernen Geschichte beigetragen habe.

Für Hauser ist die Schlussfolgerung eindeutig: „Wenn selbst der
frühere Leiter der US-Seuchenschutzbehörde davon ausgeht, dass
hochriskante Laborforschung zu riskant sei, dann darf Europa nicht
länger wegsehen.“ Er kritisiert, dass es bis heute kaum Transparenz
über vergleichbare Forschungstätigkeiten innerhalb der Europäischen
Union gebe.

Aus diesem Grund kündigt Hauser eine parlamentarische Anfrage an
die EU-Kommission an. Darin will er unter anderem klären lassen, wo
in der EU Gain-of-Function-Forschung betrieben wird, welche Viren
dort manipuliert werden, ob diese Forschung ethisch vertretbar ist
und welche Position die EU-Kommission tatsächlich zum Ursprung des
COVID-19-Virus vertritt und auf welche wissenschaftlichen Beweise sie
sich dabei stützt.

„Es ist unverantwortlich, potenziell pandemische Viren zu
manipulieren, wenn der behauptete Nutzen dieser Forschung
wissenschaftlich nicht belegt ist, die Risiken jedoch die gesamte
Menschheit betreffen. Die Bürger Europas haben ein Recht auf
Transparenz, Sicherheit und Wahrheit“, so Hauser.