Wien (OTS) – Seit Jahren sorgt das Heumarkt-Projekt für Unsicherheit,
internationale Kritik und massive rechtliche Auseinandersetzungen.
Nun ist klar: Auch die 2023 präsentierte, niedrigere Variante des
Projekts benötigt eine Umweltverträglichkeitsprüfung, da eine
Beeinträchtigung des UNESCO-Welterbes nicht ausgeschlossen werden
kann. Für die Wiener Volkspartei ist das eine weitere Bestätigung
dafür, dass das Projekt in dieser Form nie zukunftsfähig war. „Das
Gericht bestätigt schwarz auf weiß, was offensichtlich ist: das
Planungsversagen der SPÖ-Neos-Stadtregierung riskiert weiterhin das
Welterbe“, stellt Landesparteiobmann Markus Figl klar.
Die Entscheidung zeigt erneut, dass die politische Verantwortung
jahrelang falsch wahrgenommen wurde. Anstatt frühzeitig auf eine
welterbetaugliche Lösung hinzuarbeiten, habe die SPÖ-Neos-
Stadtregierung auf fragwürdige Gutachten und juristische Abkürzungen
gesetzt. „Wenn selbst die abgespeckte Variante als potenziell
welterbeschädigend eingestuft wird, dann ist endgültig klar, dass der
eingeschlagene Weg falsch war“, betont Gemeinderätin Elisabeth
Olischar, Planungssprecherin der Wiener Volkspartei. „Wien braucht
Planung mit Substanz und Respekt vor dem historischen Stadtbild –
nicht ein Projekt, das die Gerichte seit Jahren beschäftigt.“
Die Wiener Volkspartei fordert daher einen echten Neustart in der
Causa Heumarkt. Statt weiterer Verzögerungen und Rechtsstreitigkeiten
müsse die SPÖ-Neos-Stadtregierung endlich eine Lösung vorlegen, die
sowohl städtebaulich sinnvoll als auch mit dem UNESCO-Welterbestatus
vereinbar ist. „Dieses Urteil ist eine Chance, aus Fehlern zu lernen
und einen Schlussstrich unter jahrelanges Chaos zu ziehen“, so Figl
und Olischar gemeinsam. „Wien verdient eine Stadtentwicklung mit
Verantwortung, Transparenz und internationaler Glaubwürdigkeit –
nicht endlose Planungsirrtümer am Heumarkt.“
