Wien (OTS) – SOS Mitmensch übt in einem offenen Brief scharfe Kritik
an Aussagen
und Postings von Ministerin Claudia Plakolm und der Österreichischen
Volkspartei, die sich gegen die im Land lebenden Muslim:innen
richten. Die Menschenrechtsorganisation wirft Plakolm und der ÖVP den
Missbrauch der „Integrationsbarometer“-Umfrage vor, um das genaue
Gegenteil von Integration zu erreichen, nämlich Ressentiments und
Spaltung. Dort, wo es konkrete Herausforderungen und Probleme gebe,
gelte es diese zu adressieren und zielgerichtet an Verbesserungen zu
arbeiten, ohne Menschen in generalisierende Vorurteilsschubladen zu
stecken und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit zu bedienen, betont
SOS Mitmensch.
„Wenn Frau Plakolm Muslim:innen allein für ihre
Religionszugehörigkeit kollektiv an den Pranger stellt und
Assimilation einfordert, hat sie ihre Aufgabe als
Integrationsministerin nicht nur nicht verstanden, sondern wirkt ihr
aktiv entgegen“, übt Zeynep Buyraç, Vorsitzende von SOS Mitmensch,
deutliche Kritik an der Kampagne der Ministerin. Buyraç stellt
unmissverständlich klar: „Ein vielfältiges Österreich ist ein starkes
Österreich, weil es Raum für die Entfaltung und Teilhabe aller
Menschen bietet und jede und jeder Einzelne einen wertvollen Beitrag
zur Gemeinschaft leisten kann, unabhängig von Herkunft oder
Identität. Für ein gemeinsames und starkes Österreich braucht es eine
Politik, die das Zusammenleben positiv gestaltet, nicht aufhetzt und
spaltet.“
Den offenen Brief in vollem Wortlaut finden Sie hier:
https://www.sosmitmensch.at/offener-brief-an-ministerin-plakolm-gegen
-antimuslimische-suendenbockpolitik
