Wien (OTS) – Die Austrian Power Grid (APG) begrüßt das im Nationalrat
beschlossene
Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG). Die nun geschaffenen
„Spielregeln“ ermöglichen die systemsichere Integration der
Erneuerbaren, die Digitalisierung des gesamten Stromsystems und
leisten damit auch einen wesentlichen Beitrag zur
versorgungssicheren, leistbaren und effizienten Transformation hin zu
einem nachhaltigen Energiesystem. APG begrüßt alle darin enthaltenen
Elemente zur Stabilität der Stromnetze, flexible Netztarife sowie den
Fokus auf Systemdienlichkeit als effektive und sachgerecht lenkende
Maßnahmen.
„Das Gesetz schafft einen modernen Ordnungsrahmen für das
Zusammenspiel aller Akteur:innen und bildet damit die notwendige
Grundlage für die zukunftsgerichtete Weiterentwicklung der gesamten
Energiewirtschaft mit einem klaren Fokus auf Versorgungssicherheit
und Leistbarkeit. Die neu geschaffenen Rahmenbedingungen ermöglichen
die Integration erneuerbarer Energien, die Digitalisierung des
Stromsystems und sind somit auch elementar für das Gelingen einer
systemstabilen, effizienten und versorgungssicheren Energiewende.
Gerade im Hinblick auf die Versorgungssicherheit war der Beschluss
„überfällig“, um die Verlängerung der Netzreserve bis 2030
europarechtskonform auf Schiene zu bringen“, betont APG-
Vorstandssprecher Gerhard Christiner.
Trotz dieser positiven Aspekte gibt es auch Schattenseiten, etwa
in Bezug auf das Regulierungssystem, bei dem wesentliche Aspekte im
Vergleich zum Begutachtungsentwurf verändert wurden. Eine marktfähige
Finanzierung der Energiewende durch die Schaffung einer
aufgabenadäquaten Eigen- und Fremdkapitalverzinsung wurde leider
verabsäumt. APG-Finanzvorstand Marcus Karger: „Um den
Netzentwicklungsplan zu realisieren, braucht es die entsprechenden
regulatorischen Rahmenbedingungen für eine marktfähige Finanzierung.
Dieser Aspekt sollte durch eine zeitnahe Gesetzesnovelle
konkretisiert werden.“
Explizit hervorzuheben ist die Beschlussfassung der
nationalrechtlichen Grundlage der Netzreserve: Um der Verpflichtung
von APG, Engpässe im Übertragungsnetz zu ermitteln sowie Maßnahmen
zur Vermeidung, Beseitigung und Überwindung von Netzengpässen zu
setzen, nachkommen zu können, brauchte es nach der
beihilferechtlichen Notifikation auch die nationalrechtliche
Grundlage für die Netzreserve. Mit dem vorliegenden Gesetz ist ein
politischer Schulterschluss im Sinne der Versorgungssicherheit
gelungen.
Über Austrian Power Grid (APG)
Als unabhängiger Übertragungsnetzbetreiber verantwortet Austrian
Power Grid (APG) die sichere Stromversorgung Österreichs. Mit unserer
leistungsstarken und digitalen Strominfrastruktur, sowie der
Anwendung von State-of-the-art-Technologien integrieren wir die
erneuerbaren Energien und reduzieren somit die Importabhängigkeit,
sind Plattform für den Strommarkt, schaffen Zugang zu preisgünstigem
Strom und bilden so die Basis für einen versorgungssicheren sowie
zukunftsfähigen Wirtschafts- und Lebensstandort. Das APG-Netz
erstreckt sich auf einer Trassenlänge von etwa 3.500 km, welches das
Unternehmen mit einem Team von rund 1.000 Spezialist:innen betreibt,
instand hält und laufend den steigenden Anforderungen der
Elektrifizierung von Gesellschaft, Wirtschaft und Industrie anpasst.
Über die Steuerzentrale in Wien wird ein Großteil der insgesamt 67
Umspannwerke, die in ganz Österreich verteilt sind, remote betrieben.
Auch 2024 lag die Versorgungssicherheit, dank der engagierten
Mitarbeiter:innen, bei 99,99 Prozent und somit im weltweiten
Spitzenfeld. Unsere Investitionen in Höhe von 630 Millionen Euro 2025
(2024: 440 Mio., 2023: 490 Mio. Euro) sind Wirtschaftsmotor und
wesentlicher Baustein für die Erreichung der Energieziele
Österreichs. Insgesamt wird APG bis 2034 rund 9 Milliarden Euro in
den Netzaus- und Umbau investieren.
