Wien (OTS) – Arbeitspsychologische Betreuung der Mitarbeiter:innen
ist ein
strategischer Erfolgsfaktor für Unternehmen. Arbeitspsycholog:innen
unterstützen Betriebe, Leistungsfähigkeit, Motivation und Stabilität
ihrer Belegschaft nachhaltig zu sichern.
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Arbeitspsychologie steigert Produktivität und beugt Überlastung
vor, indem sie Arbeitsbedingungen gesünder und effizienter macht.
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Das Arbeitnehmer:innenschutzgesetz verpflichtet Unternehmen zur
systematischen Erhebung psychischer Belastungen und zur Umsetzung
geeigneter Maßnahmen.
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Die Beiziehung von Arbeitspsycholog:innen kann bereits heute im
Rahmen der Präventionszeiten umgesetzt werden.
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Die gesetzliche Integration der Arbeitspsychologie in das
betriebliche Gesundheitsmanagement ist künftig notwendig, um eine
nachhaltig gestaltete und produktive Arbeitswelt zu sichern.
Arbeitspsychologische Betreuung der Mitarbeiter:innen ist ein
wesentlicher Bestandteil moderner Unternehmensführung. Sie schafft
die Voraussetzungen, dass Beschäftigte ihre Arbeit motiviert,
konzentriert und gesund ausüben können. Die Herausforderungen sind
für alle Betriebe gleich: hoher Zeitdruck, zunehmende
Informationsflut, unklare Zuständigkeiten und eine Arbeitswelt, die
sich durch Digitalisierung und neue technologische Entwicklungen
ständig verändert.
Zwischenmenschliche Konflikte, Mobbing und übermäßiger Stress
verschlechtern das Arbeitsklima, erhöhen Krankenstände und verringern
die Produktivität. Für Gerhard Klicka, selbst Arbeitspsychologe und
Geschäftsführer von IBG, macht „arbeitspsychologische Betreuung
Belastungen in Unternehmen sichtbar, stärkt Ressourcen und schafft
Strukturen, die sowohl Mitarbeiter:innen als auch Führungskräften
Stabilität bieten.“ Psychisch gesunde Beschäftigte arbeiten
effizienter, sind belastbarer, treffen klarere Entscheidungen und
identifizieren sich stärker mit ihrem Arbeitsplatz.
Arbeitspsychologie wirkt damit gleichzeitig präventiv und
leistungssteigernd. Ihr Einsatz reduziert Fehlzeiten, stärkt die
Einsatzfähigkeit von Teams und verbessert die Qualität der
Zusammenarbeit.
Die Methoden der Arbeitspsychologie helfen, Überlastung und
Reibungsverluste zu minimieren, die sich in vielen Betrieben in Form
von Zeitdruck, Kommunikationsproblemen oder unnötigen Schleifen
bemerkbar machen . Eine professionelle Analyse der Arbeitsbedingungen
schafft Transparenz und liefert Antworten: Wo entstehen
Belastungsspitzen? Welche Abläufe erzeugen vermeidbare Fehlerquellen?
Welche Anforderungen sind unklar? Wo bremst schlechte Abstimmung die
Leistung? Wenn diese Fragen strukturiert beantwortet sind, können
Unternehmen Maßnahmen setzen, die unmittelbar wirken. Die Folgen sind
geringere Fehlzeiten, ein stabiles Arbeitsklima, bessere
Entscheidungsprozesse und eine höhere Produktivität.
Zwtl.: Zentrales Werkzeug: Evaluierung psychischer Belastungen
In der Praxis umfasst arbeitspsychologische Betreuung mehrere
Ebenen. Zunächst werden Arbeitsbedingungen analysiert – etwa Abläufe,
Zusammenarbeit, Anforderungen oder Führung. Darauf aufbauend werden
konkrete Maßnahmen entwickelt, die auf die jeweilige Organisation
zugeschnitten sind: Workshops zu Zusammenarbeit und Kommunikation,
Begleitung von Führungskräften, Unterstützung bei
Veränderungsprozessen, Maßnahmen zur Stressreduktion oder Trainings
zur Stärkung psychischer Gesundheit.
Die Evaluierung der psychischen Belastungen ist dafür das zentrale
Tool: IBG führt diese Erhebungen seit vielen Jahren im Rahmen von
Begehungen und Mitarbeiter:innenbefragungen mit dem Psychosozialen
Belastungs-Modul2 (PBM2) durch. Ergänzend dazu erstellen die
Arbeitspsycholog:innen von IBG objektive Arbeitsplatzbeurteilungen.
Die Evaluierung erfolgt in zwei Schritten:
Zwtl.: Mitarbeiter:innenbefragung mit PBM2
Alle Mitarbeiter:innen werden mit dem Modul zur Evaluierung
psychischer Belastungen befragt. In den vergangenen fünf Jahren wurde
das Verfahren von IBG bei mehr als 15.000 Personen eingesetzt,
weshalb umfangreiche Benchmarks vorliegen. Bei Bedarf können
spezifische Zusatzmodule – etwa zu Stress, Burnout, Führung,
Schichtarbeit, Sicherheit, Mobbing oder Alternsgerechtigkeit –
integriert werden.
Zwtl.: Objektive Beurteilung gefährdeter Arbeitsbereiche
Auf Basis der Befragungsergebnisse werden jene Bereiche
identifiziert, in denen erhöhte Belastungen bestehen. Diese
Arbeitsplätze beurteilen Arbeitspsycholog:innen anschließend mit
objektiven Verfahren (REBA). Aus den detaillierten Analysen lassen
sich gezielte Maßnahmen ableiten. Vergangene Maßnahmenevaluierungen
zeigten beispielsweise Verbesserungen von rund 10 % beim Zeitdruck, 6
% bei Überlastung oder 11 % im Umgang mit Gefahrenstoffen – jeweils
für alle Mitarbeiter:innen eines Unternehmens.
Zwtl.: Vorgaben noch nicht umgesetzt
Trotz der klaren Vorteile nutzen viele Unternehmen das Potenzial
arbeitspsychologischer Betreuung noch nicht. Häufig wird erst
reagiert, wenn Belastungen spürbar sind oder Fehlzeiten steigen.
Dabei zeigt die Erfahrung, dass frühzeitige, systematische Maßnahmen
deutlich wirksamer sind – sowohl für Beschäftigte als auch für den
wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens. Die Beiziehung von
Arbeitspsychologen und Arbeitspsychologinnen ist im Rahmen der
Präventionszeiten möglich. Das bedeutet, sie werden während der
gesetzlich vorgeschriebenen Mindestzeiten tätig, die Unternehmen laut
ASchG für Präventionsarbeit aufwenden müssen.
Das Arbeitnehmer:innenschutzgesetz (ASchG) liefert die
gesetzlichen Vorgaben. Unternehmen sind verpflichtet,
Arbeitsbedingungen so zu gestalten, dass Beschäftigte ihre Tätigkeit
ohne körperliche oder psychische Gesundheitsgefährdung ausüben
können. Seit 2013 ist die Evaluierung psychischer Belastungen ein
verpflichtender Bestandteil des gesetzlichen Arbeitsschutzes.
Betriebe müssen Belastungsfaktoren erheben, dokumentieren, Maßnahmen
ableiten und deren Wirksamkeit überprüfen. Ziel ist eine
Arbeitsumgebung, die Überforderung reduziert, Klarheit schafft und
gesunde Leistungsfähigkeit ermöglicht.
Zwtl.: Klare gesetzliche Verankerung
IBG fordert in diesem Zusammenhang gemeinsam mit dem
Berufsverband der Österreichischen Psycholog:innen eine stärkere
gesetzliche Verankerung arbeitspsychologischer Expertise im
betrieblichen Alltag. Dazu gehören eine konsequentere Umsetzung der
Evaluierung psychischer Belastungen, verbindlichere Standards bei der
Gestaltung gesunder Arbeit sowie Maßnahmen zur Qualitätssicherung im
gesamten Prozess.
Arbeitspsychologie soll keine optionale Zusatzleistung im Rahmen
der arbeitsmedizinischen Grundbetreuung sein, sondern muss als
integraler Bestandteil der betrieblichen Prävention verankert werden.
Ziel ist eine Arbeitswelt, in der psychische Gesundheit systematisch
geschützt wird und Unternehmen durch klar strukturierte
Rahmenbedingungen unterstützt werden, die Qualität ihrer
Arbeitsplätze kontinuierlich zu verbessern. IBG-Geschäftsführer
Gerhard Klicka: „ Eine Steuerung der psychischen Belastungen im
Unternehmen senkt Krankenstände, verbessert die
Mitarbeiter:innenbindung und erhöht die Produktivität. “ Arbeit muss
für Mitarbeiter:innen sinnhaft sein.
IBG GmbH , gegründet 1995, ist mit über 200 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern, davon 80 Arbeitsmedizinern und Arbeitsmedizinerinnen,
Österreichs größte Unternehmensberatung im Bereich des Betrieblichen
Gesundheitsmanagements. IBG ist in ganz Österreich vertreten.
Ansprechpartnerin: Renate Ruhaltinger-Mader
M +43 (676) 38 49 022, Email [email protected] I [email protected]
IBG GmbH , gegründet 1995, ist mit über 200 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern, davon 80 Arbeitsmedizinern und Arbeitsmedizinerinnen,
Österreichs größte Unternehmensberatung im Bereich des Betrieblichen
Gesundheitsmanagements. IBG ist in ganz Österreich vertreten.
