Österreich (OTS) – Die von der Bundesregierung angedachte
Zusammenlegung kleinerer
Netzbetreiber bedeutet laut der VÖEW (Vereinigung Österreichische
Elektrizitätswerke) keine Kostenersparnis, sondern bringt im
Gegenteil massive Nachteile für rund eine Million Stromkunden und
betroffene Regionen.
Im Detail warnen die insgesamt rund 100 privaten, kommunalen und
genossenschaftlich organisierten Energieversorger in Österreich
davor, dass die Zerstörung gewachsener, ländlicher EVU-Strukturen
zahlreiche Nachteile für rund eine Million Menschen bedeuten würde.
„Wenn die Nahversorger in Sachen Energie gekappt werden, hat das
weitreichende Konsequenzen für die Stromkunden“, erläutert der
Vorsitzende der VÖEW, Paul Kiendler. „Störungsbehebungen dauern
länger, wenn Mitarbeiter vor Ort und der direkte Kundenkontakt
fehlen, Arbeitsplätze fallen weg und damit die Wertschöpfung in der
Region.“ Dazu kommt, dass in vielen Kommunen der Stromanbieter auch
für Infrastruktur wie Wasser, Abwasser, Straßenbeleuchtung,
Glasfaserkabel und vieles mehr zuständig ist – wichtige Synergien,
die dann auch bei der Erschließung und Erweiterung von
Siedlungsgebieten wegfallen würden. Zusammenlegungen und zentrale
Steuerung können diese gewachsenen Vorteile nicht ersetzen, sind sich
die 100 regionalen Stromanbieter der VÖEW sicher.
Zwtl.: Bereits enge Zusammenarbeit der österreichischen Netzbetreiber
Dazu kommt, dass es bereits eine enge Zusammenarbeit der
österreichischen Netzbetreiber – sowohl der kleinen untereinander als
auch mit den großen – gibt. „Anlassbezogene gemeinsame Beschaffung
von Betriebsmitteln wie zum Beispiel Smart Meter und technische
Ausrüstung (zB. Trafos, Schaltfelder etc.) sowie Koordination beim
Netzausbau existieren bereits“, so Paul Kiendler.
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