Wien (OTS) – Bereits zum dritten Mal vergab das Career Center der
Ludwig Boltzmann
Gesellschaft den Leadership Excellence Award in Research. In den
Kategorien „Emerging Leaders“ und „Experienced Leaders“ wurden zwei
Führungskräfte für ihre exzellenten Führungskompetenzen und ihren
einschneidenden Beitrag zur Forschung gewürdigt.
Seit 2023 werden mit den Leadership Excellence Awards in Research (
LExA) Führungspersönlichkeiten ausgezeichnet, die auf herausragende
Art und Weise ihre Führungsrolle wahrnehmen und dadurch wesentliche
Beiträge zur Wissenschaft leisten. Gestern überreichte Eva-Maria
Holzleitner, Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung
die diesjährigen Auszeichnungen im Rahmen des LBG Xchange im Wiener
Leopoldmuseum an Mario Rothbauer von der Medizinischen Universität
Wien sowie Technischen Universität Wien und Ian Teasdale von der
Johannes Kepler Universität Linz.
„Exzellente Forschung lebt nicht nur von fachlicher Expertise,
sondern von Zusammenarbeit, Vertrauen und der Fähigkeit, Teams gut
und erfolgreich zu führen. Wer Menschen ermutigt, ihre Stärken
einzubringen, schafft nicht nur bessere Forschung, sondern auch mehr
Chancengerechtigkeit. Die heutigen Preisträger zeigen eindrucksvoll,
wie Führung in und für Forschung Verantwortung übernimmt! Herzliche
Gratulation“, so Eva-Maria Holzleitner, Bundesministerin für Frauen,
Wissenschaft und Forschung.
Zwtl.: Leadership als zentrale Kompetenz in der Wissenschaft
Der Übergang von der Expert:innen- zur Führungsrolle stellt meist
eine große Herausforderung dar: Oft fehlen entsprechende
Unterstützungs- und Weiterbildungsangebote, hinzu kommen im
Forschungsbereich die spezifischen Bedürfnisse interdisziplinärer
sowie internationaler Forschungsteams. Und gleichzeitig sind
wissenschaftliche Führungskräfte nicht nur für die eigene
Forschungskarriere verantwortlich, sondern auch für den
wissenschaftlichen Nachwuchs. Der LExA setzt genau hier ein bewusstes
Zeichen und macht Persönlichkeiten sichtbar, die den
Herausforderungen wissenschaftlicher Führung mit Kompetenz, Freude
und Engagement begegnen.
„Mit dem Leadership Excellence Award in Research rücken wir seit
2023 jene Persönlichkeiten ins Rampenlicht, die mit ihren
Führungskompetenzen im wissenschaftlichen Umfeld Maßstäbe setzen. Sie
sind Vorbilder und Inspiration für die nächste Generation von
Forschenden und zeigen eindrucksvoll, wie exzellente Führung den
wissenschaftlichen Fortschritt stärkt“, so LBG Präsidentin Freyja-
Maria Smolle-Jüttner.
Zwtl.: LExA 2025: Die Preisträger:innen
Am 25. September wurde der Leadership Excellence Award in
Research in der Kategorie „Emerging Leaders“ an Priv.-Doz. Dr. Mario
Rothbauer , MSc, Research Group Leader der Orthopedic Microsystems
Group an der Medizinischen Universität Wien und Research Group Leader
am Institut für Angewandte Synthesechemie der Technischen Universität
Wien verliehen. Die Jury hebt in ihrer Entscheidung besonders seine
klare Setzung von Zielen, die Erkennung der Interessen einzelner
Teammitglieder und seinen professionellen, aber auch humorvollen
Umgang mit seinen Mitarbeiter:innen hervor. Besonders betont wurde
zudem sein offener Umgang mit Fehlern, der eine Kultur des Lernens
und Vertrauens innerhalb des Teams ermöglicht.
In der Kategorie „Experienced Leaders“ wurde Assoc. Univ.-Prof.
Dr. Ian Teasdale , PhD, Leiter des Instituts für Chemie der Polymere
an der Johannes Kepler Universität Linz ausgezeichnet. Teasdale
verdient sich die Auszeichnung durch seine außergewöhnliche Empathie
und Fähigkeit, Teammitglieder dazu zu ermutigen, ihre eigenen Stärken
miteinzubringen. Auch seine Vermittlung klarer Visionen und sein
Engagement als Mentor von Kolleg:innen sowie seine Unterstützung der
Karriereentwicklung seiner Mitarbeiter:innen überzeugten die Jury.
„In der Forschung sind professionelle Führungskompetenzen
heutzutage unerlässlich, um erfolgreich den Weg zu wissenschaftlichen
Ergebnissen und innovativen Durchbrüchen zu ebnen. Wir setzen uns im
Career Center der Ludwig Boltzmann Gesellschaft seit Jahren für eine
professionelle und proaktive Karriereentwicklung von Forschenden ein.
Wir konnten auch dieses Jahr wieder zwei außerordentliche
Führungskräfte auszeichnen und gratulieren den beiden Gewinnern
herzlich“, so Susanne Leeb, Leiterin des Career Centers der LBG.
Zwtl.: Herausragende Führungspersönlichkeiten aus ganz Österreich
Nominiert werden konnten Forschende, die seit mindestens zwei
Jahren in leitender Funktion und im direkten Forschungsumfeld tätig
sind. Insgesamt wurden rund 20 Führungskräfte von Universitäten,
außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Spin-offs nominiert.
Die Vielzahl an hochqualitativen Einreichungen stellte die
internationale Expert:innenjury vor eine besonders anspruchsvolle
Auswahlentscheidung. Die Auszeichnungen sind mit jeweils 4.000 Euro
dotiert, die zur gezielten Förderung von Teamentwicklungsmaßnahmen
eingesetzt werden können.
Zwtl.: LExA zeigt mit LExA Circle und eigener Studie Wirkung über die
Auszeichnung hinaus
„Wir freuen uns außerdem, dass der Leadership Excellence Award
mittlerweile weitreichende Auswirkungen über die Preisverleihung
hinaus zeigt“, erklärt Leeb. „Er inspiriert nicht nur einzelne
Führungspersönlichkeiten, sondern entfaltet Wirkung im gesamten
Wissenschaftssystem.“ So dient die Auszeichnung inzwischen als Best-
Practice-Beispiel für Führungskräfteentwicklung an Universitäten und
wird von Rektoraten gemeinsam mit ihren nominierten
Führungspersönlichkeiten gefeiert. Mit dem neu geschaffenen
Netzwerkformat „LExA Circle“ entsteht darüber hinaus eine Plattform,
die die ausgezeichneten und nominierten Führungskräfte auch
langfristig miteinander in Austausch bringt.
Das LBG Career Center plant zudem eine Studie auf Basis der
eingegangenen Nominierungen. Diese soll sichtbar machen, was
exzellente Führung in der Wissenschaft in der Praxis bedeutet. Die
daraus gewonnenen Erkenntnisse werden im Anschluss gezielt für die
Weiterentwicklung wissenschaftlicher Führung nutzbar gemacht werden.
